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14 Stück Rotwild in 5 Tagen überfahren

Innerhalb weniger Tage wurden einige Stücke Rotwild angefahren.


In der Schweiz, im Kanton St. Gallen wurden bei Bad Ragaz innerhalb von fünf Tagen insgesamt 14 Stück Rotwild im Straßenverkehr getötet. Dies bestätigt Dominik Thiel, Leiter des Amts für Naturschutz, Jagd und Fischerei (ANJF) gegenüber der Redaktion. Er erklärt, in der Gegend gebe es eine hohe Dichte von Rotwild. Dieses ziehe in harten Wintern ins Tal hinunter. Hinzu kommt laut Thiel, dass ein Landwirt nahe der Hauptstraße Kohlkulturen angelegt hatte, die für das Rotwild sehr attraktiv sind. Deshalb überquerten die Tiere mehrfach eine sehr stark befahrene Hauptstraße und kleinere Nebenstraßen. Dadurch kam es vermehrt zu Wildunfällen.

Maßnahmen sollen Wildunfälle verhindern

Inzwischen wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Unfallzahlen zu senken. Geschwindgkeitsreduzierungen, Radarkontrollen und Warntafeln sollen die Autofahrer sensibilisieren. Außerdem wurden mehrere Bäume in der Nähe gefällt, um dem Rotwild Knospen als Äsung anzubieten. Seit beginn dieser Maßnahmen wurde nur noch ein tödlicher Unfall in der Gegend registriert, so Thiel. Auch in anderen Gegenden des Kantons kam es zu gehäuften Unfällen. Menschen wurden glücklicherweise keine verletzt. Wie Thiel berichtet, ereigneten sich leider auch einige Fälle, bei denen Fahrerflucht begangen wurde. 


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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