Deutsche Jagdhunde sehr beliebt

Dackel und Deutsch Drahthaar sind die TOP 2 der deutschen Jagdhunderassen.


Die beliebteste Jagdhunderasse – geht man von den Welpenzahlen des Verbands des deutschen Hundewesens (VDH) aus – ist nach wie vor der Teckel. So erblickten 2016 nicht weniger als 5.978 Welpen das Licht der Welt. Zehn Jahre zuvor waren es jedoch noch 7.158, was einem Minus von 17 Prozent entspricht. Ihm folgt der Deutsch Drahthaar mit 2.986 Welpen. Auf Platz drei landet der ruhige Labrador Retriever (2.589), gefolgt vom Golden Retriever (2.275).

Der Deutsch Kurzhaar ist zwar nach wie vor sehr beliebt, die Welpenzahlen fallen jedoch seit Jahren. Während 2006 noch 1.432 Welpen gemeldet wurden, waren es zehn Jahre später nur noch 1.133 Stück (-21 %). Der Kleine Münsterländer landet auf Platz sechs (1101). Die Welpenzahlen sind seit Jahren stabil. Die größten Verluste musste im vergangenen Jahrzehnt der Cocker Spaniel hinnehmen. Von 1.609 Welpen ging es auf 895 Stück herunter (-45 %). Auch der arbeitswillige Parson Russell Terrier hat ein Minus von 28 Prozent zu verzeichnen (von 1.065 auf 767). Beim Deutschen Jagdterrier ging es von 835 Welpen auf 766 herunter (-8 %). Das Minus beim Beagle beträgt satte 22 Prozent. Das ist erstaunlich, denn Stöberjagden haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. 

Die Welpenzahlen der Weimaraner sanken um über 30 %. © Hannah Reutter

Die Welpenzahlen der Weimaraner sanken um über 30 %.

Deutlicher Rückgang bei einigen Rassen

Betrachtet man die vergangenen zehn Jahre ist bei den meisten Rassen ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Statistik der Jagdhunde-Welpenzahlen allerdings ein erfreuliches Bild. Einige Rassen verzeichneten wieder Zuwächse. So zum Beispiel der Deutsch Langhaar, Deutsch Drahthaar, Deutscher Jagdterrier oder der in Mode gekommene Magyar Vizsla, bei dem die Welpenzahl sogar um 29,7 Prozent zulegte. Wie viele davon tatsächlich als Jagdgebrauchshunde geführt werden, ist nicht bekannt, denn auch Nichtjäger finden zunehmend Gefallen an dieser Rasse. Gefragt sind auch wieder Beagle und Golden Retriever – wobei diese jagdlich eher zu vernachlässigen sind.

Zu den großen Verlierern unter den Top 15 gehören dabei der English Cocker Spaniel (-45 Prozent), der Weimaraner (-31 Prozent) und der Parson Russell Terrier (-28 Prozent). Beim Deutsch Kurzhaar geht der Trend ebenfalls nach unten – wahrscheinlich aufgrund der rückläufigen Niederwildbesätze, da die Rasse über Jahrzehnte speziell für die Feld- und Wasserarbeit gezüchtet wurde. 

 


Anna Lena Kaufmann ist freie Journalistin, Jägerin und Falknerin. Ihr Büro liegt im Herzogtum Lauenburg, wo sie lebt und jagt.
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