Zwergtaucher / Tachybaptus Ruficollis

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Zwergtaucher / Tachybaptus Ruficollis © Wolfgang Willner

Merkmale: Unser kleinster Lappentaucher (27 cm)! Beide Geschlechter sind gleich gefärbt: Im Sommer dunkel mit kastanienbraunem Hals und hellem Fleck im Schnabelwinkel. Im Winter unten heller, Hals braungelb. Die Jungen besitzen einen auffallend weißen Streifen an den Kopfseiten. Die Füße des Zwergtauchers sind mit Schwimmlappen längs der Zehen besetzt. Er wirkt rundlich und kurzhalsig. Von den Enten ist der Zwergtaucher leicht schon von Weitem durch den zugespitzten Schnabel und seinen unauffälligen Schwanz zu unterscheiden.

Vorkommen: Im Sommer bevorzugt an Seen, auch an Teichen mit Verlandungszonen. Im Winter eher an Flüssen. Verbreitet.

Lebensweise: Jahresvogel. Auch häufiger Wintergast.

Nahrung: Insekten, Schnecken, Krebse.

Verhalten: Wie sein größerer Verwandter, der Haubentaucher, lebt der Zwergtaucher fast ausschließlich auf dem Wasser. Wie sein Name schon sagt, ist er ein ausgezeichneter Taucher. Sein Flug ist niedrig und rasch. Der Zwergtaucher verhält sich ausgesprochen heimlich, lebt im Schilf verborgen.

Fortpflanzung: Sein Balzruf ist ein lautes Trillern. Er brütet im dichten Pflanzenwuchs am Rande von Gewässern. Sein Schwimmnest baut er aus faulendem Pflanzenmaterial. Die Zwergtaucher ziehen zwei Gelege groß. Die Brutzeit dauert von April bis Juni. Beide Elternteile bebrüten dann abwechselnd die 5 bis 6 hellgrünen Eier und füttern die Jungen auch gemeinsam.

Ähnlich: Der Haubentaucher ist mit 48 cm wesentlich größer und hat ein helleres, bunteres Gefieder. Er ist ein ausgesprochener Teichbewohner. Zum Überwintern zieht er nach Süd- und Westeuropa.

Besonders geschützt.