+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 184 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 25.11.2020) +++

Weinbergschnecke

dlv
Weinbergschnecke © Wolfgang Willner

Merkmale: Sie ist mit bis zu 30 g Gewicht und 10 cm Körperlänge unsere größte Landschnecke! Ihr Gehäuse wird bis zu 45 mm hoch und breit. Es ist braun bis strohgelb gefärbt, oft braun gebändert. Ihr graubräunlicher Rücken weist feine runzelige Längsmaschen auf. Sie besitzt zwei Paar Fühler, die sie einkrempeln oder ausstülpen kann. An den beiden größeren Fühlern sitzen die Augen. Sie wird den Schnirkelschnecken zugerechnet und gehört zu den Weichtieren.

Nahrung: Frische oder welke Pflanzenteile und Algen, die sie mit ihrer Raspelzunge abweidet.

Vorkommen: Gebüsche, Gärten, Parks. Dabei werden kalkreiche, feuchte Böden bevorzugt, denn sie benötigt Kalk zum Aufbau des Gehäuses. Verbreitet.

Lebensweise: Mit ihrer Kriechsohle bewegt sich die Weinbergschnecke eine Schleimspur hinterlassend vorwärts. Bei Gefahr zieht sie sich rasch in ihr Haus zurück. Im Herbst wühlt sie sich in lockere Erde, verschließt ihr Gehäuse mit einem weißen Kalkdeckel und verbringt den Winter in Kältestarre; auch eine anhaltende Trockenperiode wird auf ähnliche Weise überstanden.

Fortpflanzung: Weinbergschnecken begatten sich als Zwitter gegenseitig im Mai/Juni. Dabei richten sie sich aneinander auf, ruhen Sohle an Sohle und schießen sich gegenseitig einen 'Liebespfeil' in den Fuß. Vier bis sechs Wochen später legen die Schnecken 40 - 60 weißliche, erbsengroße Eier in einer feuchte Erdhöhle ab. Nach zwei Wochen schlüpfen die Jungschnecken mit noch weichem Gehäuse. Sie fallen vielen Fressfeinden zum Opfer, sodass im Schnitt nur 5 von 100 Weinbergschnecken das geschlechtsreife Alter (2 - 3 Jahre) erreichen. In der Natur können sie bis zu acht Jahre alt werden.

Besonders geschützt.