+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 244 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 4.12.2020) +++

Waldameise / Formica

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Waldameise / Formica © Wolfgang Willner

Merkmale: Etwa 9 mm groß, die Arbeiterinnen etwa bis 7 mm. Der Rücken ist rot, Kopf und Hinterleib schwarz. Mit gelblichen Flügeln während der Flugzeit. Arbeiterinnen allerdings besitzen keine Flügel.

Vorkommen: An sonnigen Stellen von Nadel- und Mischwäldern und an Waldrändern. Verbreitet, häufig.

Lebensweise: Die stattlichsten Ameisenhaufen (bis 1,5 m hoch) baut die Rote Waldameise; sie trägt daher auch den Namen 'Hügelameise'. Dieser Hügel wirkt wie ein Sonnendach: hilft beim Klimaausgleich, schützt das eigentliche Nest im Boden vor Regen. Hier werden auch Eier, Larven und Puppen ('Ameiseneier') gesonnt. Gefahr droht v.a. durch Spechte, den Ameisenlöwen (Larve der Ameisenjungfer) und durch die Beschattung/Einwachsen des Hügelbaus. Werden die Ameisen durch einen Feind bedroht, beißen sie mit dem Kiefer und spritzen zusätzlich Gift aus dem Hinterleib (Ameisensäure).

Nahrung: Insekten, Raupen, Würmer sowie Honigtau von Blatt- und Schildläusen.

Fortpflanzung: Der Hochzeitsflug findet im Mai/Juni statt. Die Männchen sterben nach der Begattung. Die begatteten Weibchen gründen als Königinnen neue Völker - sie können 20 Jahre alt werden und legen bis zu 500 000 Eier! (Arbeiterinnen erreichen meist nur ein Alter von 6 Jahren.) Oft entstehen Zweignester, die über 'Ameisenstraßen' in Verbindung stehen.

Bedeutung: Als wertvolle Schädlingsbekämpfer sind Waldameisen sehr geschätzt ('Waldpolizei'). Außerdem helfen die Ameisen durch ihre Bautätigkeit, den Waldboden zu durchlüften.

Ähnlich: Die 'Schwarze Holzameise' und die große 'Roßameise' bauen ihre Nester an Baumstümpfe und sind Beschleuniger des Holzzerfalls. Die 'Schwarze Wegameise' bedeckt ihr lockeres Nest mit einem 50 cm hohen Erdhaufen.

Besonders geschützt.