Tagpfauenauge / Inachis Io

Tagpfauenauge / Inachis Io © Wolfgang Willner
Tagpfauenauge / Inachis Io © Wolfgang Willner

Merkmale: Ein unverwechselbarer Edelfalter: Oberseits samtig rotbraun mit graubraunem Saum. Auf jedem Flügel ist ein großes 'Pfauenauge' gezeichnet. Die Flügelränder sind gezackt. Die Unterseite ist zur Tarnung braunschwarz wellig gezeichnet. Er spannt 50 bis 65 mm.

Vorkommen: Das Tagpfauenauge findet man auf Feldern, Wiesen, in Gärten bis ins Hochgebirge. Es ist weit verbreitet und überall häufig.

Lebensweise: Die Falter überwintern in alten, offenen Gebäuden, Schuppen, hohlen Bäumen. Im zeitigen Frühjahr, ja schon an Spätwintertagen kommen die Schmetterlinge aus ihren Winterquartieren und wärmen sich an der Sonne. Die Falter der ersten Generation fliegen ab Mai, die der zweiten Generation von Juli bis in den Spätherbst.

Fortpflanzung: Nach der Paarung legen die Weibchen gelbe Eier ab. Die glänzend schwarzen, fein weiß punktierten Raupen leben gesellig an Brennnesseln und Hopfen. Sie verpuppen sich an Mauern, Zäunen und dergleichen. Die Puppe ist grünbraun, metallisch schimmernd (dieser Schimmer soll die Fressfeinde irritieren).

Besonderheit: Die besondere Flügelzeichnung erlaubt eine wirksame Abwehrstrategie: Im Ruhezustand mit zusammengeklappten Flügeln sieht das Tagpfauenauge eher wie ein dürres Blatt aus. Bei drohender Gefahr aber klappt es seine Flügel ruckartig auseinander und verschreckt mit seiner augenförmige Flügelzeichnung wirksam hungrige Vögel.

Kein Schutz nach BNaschG.