Spitzmaus / Soricidae

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Spitzmaus / Soricidae © Wolfgang Willner

Merkmale: Die Feldspitzmaus wird 6 - 8 cm lang mit 4,5 cm langem Schwanz. Der Pelz ist oberseits dunkelbraun, unterseits weißlich. Lippen und Füße sind bräunlich-weiß. Zugespitzter Kopf mit langer, rüsselförmiger Schnauze, nadelscharfes Gebiss.

Vorkommen: Felder, Waldränder, Hecken, Gärten. In den Alpen bis 1200 m. Gefährdet, selten.

Lebensweise: Dämmerungstier. Hält keinen Winterschlaf!

Nahrung: Als unersättlicher Räuber ist die Spitzmaus der größte Feind aller Insekten. Sie frisst aber auch Würmer, Schnecken, kleine Mäuse und Vögel.

Verhalten: Vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv. Daher ist die Spitzmaus ein häufiges Opfer von Eulen. Bei Gefahr entströmt ihren Stinkdrüsen ein moschusartiger Geruch, so dass Katzen und Marder Spitzmäuse verschmähen. Tastsinn (lange Tasthaare) und Geruchssinn (langer Rüssel) sind vorzüglich. Die Spitzmaus lebt in verlassenen Bauen anderer Kleinsäuger, kann sich aber auch an versteckten Plätzen ein Nest aus Gras bauen.

Fortpflanzung: Paarungszeit von April bis September. Nach einer Tragzeit von 31 Tagen wirft das Weibchen jährlich mehrmals 3 - 9 nackte, blinde Junge, die 26 Tage gesäugt werden. Bereits mit 40 Tagen erwachsen.

Besonderheit: Bekannt ist die Karawanenbildung der Spitzmäuse: Bei Störungen beißt sich das erste Junge (im Alter von 2 - 3 Wochen) am Schwanz der Mutter fest, die übrigen hängen sich am Schwanz des vorderen an und so zieht die Familie im 'Gänsemarsch' zu einem neuem Versteck.

Ähnlich: Als Nützling ebenso geschätzt wird die eher braungraue Hausspitzmaus, die rotbraune oder schwarze Waldspitzmaus und die zierliche braungraue Zwergspitzmaus, die mit Schwanz nur 7 cm lang wird. Alle sind besonders geschützt!

Besonders geschützt.