Rotkehlchen / Erithacus Rubecula

Rotkehlchen / Erithacus Rubecula © Wolfgang Willner
Rotkehlchen / Erithacus Rubecula © Wolfgang Willner

Merkmale: Rundlicher Körper, sperlingsgroß (14 cm lang). Gesicht und Brust orangerot, Unterseite grauweiß, Oberseite und Schwanz olivbraun. Die Geschlechter sind farblich nicht zu unterscheiden. Die Jungen sind gefleckt, ohne rote Brust. Eine für das Rotkehlchen typische Bewegung ist das Knicksen und Schwanzwippen.

Vorkommen: Das muntere Rotkehlchen ist ein ausgesprochener Dickichtbewohner. Man findet es daher in buschreichen Gärten, Parks, Misch- und Nadelwälder mit Unterholz. Verbreitet und häufig.

Lebensweise: Teilzieher: Im September/Oktober ziehen viele Rotkehlchen einzeln und nachts in die südeuropäische oder nordafrikanische Winterherberge und kehren erst wieder im März zurück. Andere - besonders ältere Männchen - überwintern aber bei uns in ihrem Brutgebiet.

Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer und Nacktschnecken, im Herbst auch Beeren.

Verhalten: Das zutrauliche Rotkehlchen sieht auch im Halbdunkel des Dickichts gut. In der Abenddämmerung gibt es einen schnalzenden Lockton von sich. Der Singvogel lässt seinen lieblichen Gesang im Frühjahr gerne von Baumspitzen aus erklingen.

In Haltung und Bewegung ähnelt das Rotkehlchen der Nachtigall: Hüpft am Boden in großen Sprüngen, bleibt hochbeinig stehen und fliegt gewandt.

Fortpflanzung: Das Weibchen brütet im April und im Juni jeweils zwei Wochen. Ebenso lange bleiben die 5 - 7 Jungen im Nest. Dieses wird aus Moos und anderen Pflanzenstoffen gebaut, mit Haaren und Fasern ausgepolstert. Meist findet man es gut gedeckt am Boden, etwa zwischen Baumwurzeln, bis zu 3 m über der Erde.

Bedeutung: Das Rotkehlchen ist ein Kuckuckswirt!

Besonders geschützt.