Raubwürger / Lanius Excubitor

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Raubwürger / Lanius Excubitor © Wolfgang Willner

Merkmale: Der größte Würger - ungefähr amselgroß (25 cm). Typisch sind das weißgraue Federkleid und die schwarze Augenbinde. Dazu gehören schwarze Flügel mit weißem Doppelspiegel. Der Hakenschnabel trägt wie beim Neuntöter einen kleinen Falkenzahn. Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen durch weniger Weiß am Flügel und graubraune Querrillen unterseits. Die Jungvögel sind oben eher bräunlichgrau, unten auch graubraun quergewellt.

Vorkommen: Der nirgends häufige und nicht überall vorkommende Raubwürger liebt offenes Gelände mit Feldgehölzen, Hecken, auch Waldränder, Moore und Obstgärten.

Lebensweise: Jahresvogel, der ab Herbst umherstreichend seinen Nahrungsraum zu erweitern versucht. Hinzu kommt im Winter stets Zuzug aus dem Norden.

Nahrung: Kleine Vögel, Mäuse, Eidechsen und Insekten (Käfer!). Der Raubwürger spießt seine Beute jedoch nicht auf!

Verhalten: Er fliegt niedrig, langsam und wellenförmig. Gern sitzt er mit gefächertem Schwanz auf einer hohen Warte, zum Beispiel auf Baumspitzen. Zudem pflegt er in der Luft rüttelnd den Boden zu beobachten. Der Raubwürger gilt als Meister im Nachahmen fremder Vogelstimmen.

Fortpflanzung: Sein Nest - ein großer fester Bau aus Reisern, Halmen und Moos - baut er in Bäumen oder vorzugsweise in Dornenhecken in Mannshöhe bis 5 m hoch. Mitte April/Mai legt das Weibchen 4 - 7 Eier. Die Jungen bleiben fast drei Wochen im Nest. Gefährdet.

Streng geschützt.