Neuntöter / Lanius Collurio

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Neuntöter / Lanius Collurio © Wolfgang Willner

Merkmale: Mit 18 cm Länge größer als ein Sperling. Beim Männchen ist der Rücken rotbraun (Name!), Scheitel blaugrau. Es hat eine schwarze Gesichtszeichnung. Beim Weibchen ist die trübweiße Brust gebändert. Die Jungvögel sehen dem Weibchen ähnlich, sie haben aber auch am Rücken eine Querwellung.

Vorkommen: Der nirgends mehr häufige Neuntöter bevorzugt offene Landschaften, Feldgehölze, Hecken, Waldränder, Obstgärten.

Lebensweise: Zugvogel, der im Herbst nach Afrika zieht. Bei uns von April/Mai bis August (spätestens bis Oktober).

Nahrung: Vor allem Insekten (besonders Käfer), aber auch Jungmäuse, Jungvögel und kleinere Frösche. Oft spießt er seine Beute auf Dornen auf, um sie später zu fressen (Name!).

Verhalten: In aufrechter Haltung hält er von Buschspitzen und anderen hohen Warten aus Umschau, schlägt in Erregung mit dem Schwanz und jagt im Sturz die Beute am Boden. Oder er fliegt auf der Jagd langsam gleitend und rüttelnd eine Hecke entlang. In seinen Gesang mischt er gern nachgeahmte Stimmen anderer Vögel.

Fortpflanzung: Der Neuntöter nistet in Hecken, Bäumen - vorzugsweise in Schlehe oder Weißdorn und Brombeere. Sein aus Reisern und Moos gebautes Nest kleidet er mit Fasern und Halmen weich aus und legt im Mai/Juni 4 - 7 gefleckte Eier.

Bedeutung: Der Neuntöter dient oft als Kuckuckswirt! Gefährdet.

Besonders geschützt.