Maulwurf

Maulwurf © Wolfgang Willner
Maulwurf © Wolfgang Willner

Merkmale: Der Maulwurf hat einen 14 - 16 cm langen, walzenförmigen Körper mit 2,5 cm langem Schwanz. Er wird bis 120 g schwer. Sein dichter samtschwarzer Pelz zeigt keinen Strich. Die Ohren sind ohne Muscheln, die Augen liegen tief im Pelz. Der Kopf ist zugespitzt. Seine Beine sind kurz, wobei die Vorderbeine zu handförmigen Grabschaufeln umgebildet sind. Die unbehaarte Rüsselspitze, Schwanzspitze und Fußsohlen sind rosig.

Vorkommen: Wiesen, Laubwälder und Gärten. Selten auf Äckern und in Nadelwäldern. In den Alpen bis auf 2000 m. Er bevorzugt fette, feuchte Erde zum Graben.

Lebensweise: Lebt fast ausschließlich unter der Erde. Ungesellig. Meist tagaktiv, aber auch nachts tätig. Läuft auch auf der Oberfläche mit großer Behändigkeit, gräbt sich bei Gefahr aber blitzschnell wieder ein. Kein Winterschläfer!

Nahrung: Als reiner Fleischfresser verzehrt er Engerlinge, Drahtwürmer, Asseln, Schnecken, Erdraupen und Regenwürmer. Sogar Frösche, Eidechsen und Blindschleichen sowie Mäuse.

Verhalten: Der Maulwurf ist ein Meister im Graben. Sein verzweigter Röhrenbau besteht aus Laufgängen und einem ausgepolstertem Kessel, der 50 - 60 cm tief liegt. Sein Sehvermögen ist gering, sein Gehör und der Tastsinn seiner Barthaare aber sehr fein. Natürliche Feinde sind Eulen, Mäusebussard, Fuchs, Dachs, Marder, Wiesel sowie das  Schwarzwild.

Fortpflanzung: Die Paarungszeit dauert von März bis Mai. Danach wirft das Weibchen in einem separaten Brutnest 3 - 5 bohnengroße nackte, blinde Junge. Diese verlassen das Nest nach 5 Wochen und sind mit 12 Wochen erwachsen.

Ähnlich: Die Haufen der Schermaus sind kleiner und unregelmäßiger. Ihre Gänge liegen knapp unter der Erde. Sie ist wegen ihres Wurzelfraßes ein gefürchteter Schädling.

Besonders geschützt.