+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 244 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 4.12.2020) +++

Kartoffelkäfer / Leptinotarsa Decemlineata

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Kartoffelkäfer / Leptinotarsa Decemlineata © Wolfgang Willner

Merkmale: Der Kartoffelkäfer hat eine gedrungene Gestalt wie ein Marienkäfer, ist mit 9 - 11 mm aber größer. Auffallend sind seine gelben oder orangerötlichen Flügeldecken mit zehn schwarzen Längsrillen und sein schwarz geflecktes Halsschild. Bei Gefahr kann er ein Wehrsekret ausscheiden; seine auffällige Färbung gilt daher als Warntracht. Die Larven sind rot-orange mit schwarzen Punkten am Kopf und an den Seiten.

Vorkommen: Auf Kartoffelfeldern wo er ein gefürchteter Schädling ist.

Nahrung: Der Käfer und seine Larven fressen Kartoffelkraut (aber auch andere Nachtschattengewächse).

Lebensweise: In Europa hat der Kartoffelkäfer keine natürlichen Fressfeinde. Man bekämpft ihn daher mit Chemikalien und einer Infizierung der Käfer mit Bakterien.

Fortpflanzung: Die Käfer legen im Juni an den Blattunterseiten der Kartoffelpflanze Pakete von 20 bis 80 gelben Eiern ab. Insgesamt sind es pro Weibchen etwa 1200 Eier. Nach nur 3 bis 12 Tagen schlüpfen die Larven. Diese wachsen sehr schnell heran und häuten sich dreimal. Zum Verpuppen kriechen sie in die Erde. Nach ungefähr zwei weiteren Wochen schlüpfen die Kartoffelkäfer, die jedoch noch eine Woche im Boden bleiben. Pro Jahr treten also ein bis zwei Generationen auf. Die Käfer überwintern im Boden.

Besonderheit: Der Kartoffelkäfer ist heute weltweit verbreitet. Je nach Theorie liegt seine ursprüngliche Heimat in Mexiko oder im US-Bundesstaat Colorado ('Colorado beetle'). In Europa wurde der Kartoffelkäfer erstmals 1877 im Hafen von Liverpool und Rotterdam gesichtet, kurz darauf in Deutschland.

Nicht geschützt.