Igel / Erinaceidae

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Igel / Erinaceidae © Wolfgang Willner

Merkmale: Graumeliertes Stachelkleid, sein Pelz an Bauch und Hals ist lichtrotgelb bis weißgrau. Gedrungener Körper, spitze Zähne (Insektenfresser!). 20-30 cm groß, Schwanz 2,5 cm

Vorkommen: Lichte Wäldern mit Unterholz, Waldränder, heckenreiches Gelände, Gärten und Parks, bevorzugt in Siedlungsnähe. Immer noch weit verbreitet, vielerorts jedoch merkliche Bestandseinbußen.

Lebensweise: Ungeselliges Dämmerungs- und Nachttier, das bei Tag in seinem Versteck, meist unter einem Reisighaufen, schläft. Gehör und Geruchssinn sind sehr gut. Schnauft bei der Futtersuche hörbar. Frisst laut schmatzend.

Nahrung: Bevorzugt Schnecken, Würmer, Insekten. Frisst aber auch Jungvögel, Vogeleier, junge Mäuse, Frösche. Sogar Kreuzottern, gegen deren Gift er aber nicht immun ist. Auch Fallobst und Pilze werden nicht verschmäht.

Fortpflanzung: Er paart sich im Mai/Juni. Vier Wochen später werden 3 bis 7 blinde Junge geworfen. Ihre anfangs weißen, weichen Stacheln liegen tief in der Haut. Sie vermögen schon bald selbständig Nahrung aufzunehmen und folgen ihrer Mutter den Sommer lang.

Verhalten: Zum Überwintern baut der Igel in einer Erdvertiefung oder selbst gegrabenen Höhle ein Nest, das er mit Moos und Laub auspolstert. Darin hält er von Oktober/ November bis März einen richtigen Winterschlaf.

Bei Gefahr rollt sich der Igel blitzschnell zusammen, statt zu fliehen. Er ist deshalb dem Straßenverkehr schutzlos ausgeliefert.

Natürliche Feinde: Fuchs und Greifvögel, besonders Eulen. Er leidet meist unter Schmarotzern wie Milben, Flöhen und Würmern in Darm und Lunge. Ein Igel könnte bis zu 10 Jahren alt werden.

Besonders geschützt.