+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 184 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 25.11.2020) +++

Hirschkäfer / Lucanus Cervus

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Hirschkäfer / Lucanus Cervus © Wolfgang Willner

Merkmale: Größter mitteleuropäischer Käfer, schwankt aber sehr in der Größe: misst 25 - 75 mm. Mattschwarz mit dunkel kastanienbraunen Flügeldecken. Beim Männchen ist der Kopf oft breiter als der Halsschild und mit einem breit ausladenden Zangengeweih (verlängerte Oberkiefer). Daher der treffende Name 'Hirschkäfer'! Deutlich ist der goldfarbene Pinsel zwischen den Mundwerkzeugen zu erkennen, mit dem er Rindensaft aufsaugt. Wegen seiner gefächerten Fühlerenden wird er den Blatthornkäfern zugerechnet.

Vorkommen: Ein typischer Bewohner alter Eichenwälder. Sehr selten geworden!

Nahrung: Der Käfer lebt vom Rindensaft der Eiche.

Lebensweise: Mit ihren Geweihzangen verteidigen die Männchen sich und ihr Revier erbittert.

Fortpflanzung: Der Hirschkäfer ist auf die Eiche angewiesen: Die Eiablage erfolgt in verrotteten Stümpfen oder Stämmen von Eichen - gegebenenfalls auch im Mulm anderer Baumarten. Die Entwicklung der Larve in morschem Eichenholz dauert dann fünf (maximal bis acht) Jahre: Im 5. Sommer verpuppen sich die Larven in einem gänseeigroßen Gehäuse. Im 6. Jahr erscheinen dann die Käfer, die nur einige Wochen leben: Man findet sie von Mai bis Juli.

Bedeutung: Der Hirschkäfer gilt als forstlich unbedenklich, kein Schädling. Gefährdet.

Besonders geschützt.