Haselmaus / Muscardinus Avellanarius

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Haselmaus / Muscardinus Avellanarius © Wolfgang Willner

Merkmale: Mausgroß (Gesamtlänge 11 - 17 cm, davon der Körper 6 - 9 cm), Gewicht 15 - 25 Gramm. Große Augen, buschig behaarter, fast körperlanger Schwanz. Pelz rötlich gelb bis haselnussbraun, ohne schwarzen Rückenstreif. Die Unterseite ist etwas heller, Kehle und Brust sind weiß. Die Haselmaus ist der kleinste heimische Bilch.

Vorkommen: Gebüsche, Waldränder und Lichtungen, Auwälder, Parks. Dabei bevorzugt sie Haselsträucher (Name!) und Brombeerdickichte. Auch im Obstbaugelände. Von der Ebene bis ins Gebirge (1500m). Lückenhaft verbreitet.

Nahrung: Nüsse, Eicheln, Bucheckern, Sämereien, dazu Beeren und saftiges Obst sowie Insekten. Bei Nahrungsengpässen auch Knospen und Rinde (ringeln).

Lebensweise: Dämmerungs- und Nachttier. Gesellig bei der nächtlichen Futtersuche. Winterschläfer.

Verhalten: Klettert vorzüglich. Dabei hält sie oft, nur frei an den Hinterfüßen hängend, mit den Vorderfüßen eine Haselnuss und entleert diese geschickt, ohne sie abzupflücken. Springt gut und weit. In höchster Gefahr streift sie (wie andere Bilche) die Schwanzhaut ab. Für den Winterschlaf - Dauer 6 - 7 Monate - baut sie aus Moos am oder im Boden unter Laub, Wurzeln, Steinen, bisweilen auch in Baumhöhlen und Nistkästen ein warmes Nest.

Fortpflanzung: Im Sommer baut die Haselmaus ein Kugelnest von 6 - 12 cm Durchmesser im Gebüsch oder in Baumhöhlen. Die Paarungszeit währt von Mai bis Juli. Nach etwa 25 Tagen bringt das Weibchen jährlich ein- bis zweimal 3 - 4 (bis zu 7) nackte blinde Junge zur Welt.

Ähnlich: Die gleichgroße Hausmaus ist braungrau mit spärlich behaartem Schwanz.

Streng geschützt.