Hamster / Cricetinae

Hamster / Cricetinae © Wolfgang Willner
Hamster / Cricetinae © Wolfgang Willner

Merkmale: 25 - 30 cm lang, Schwanz 5 cm, Gewicht 200 - 500 g. Sein Pelz ist auffallend bunt: Oberseits braungelb mit gelbschwarzen Grannen. An der Schnauze, den Augen und am Hals rotbraun, die Backen weiß, der Mund weißlich. Seine Unterseite ist schwarz mit weißen Pfoten. Der Feldhamster gehört zu den Wühlern und damit zu den Nagetieren.

Vorkommen: Typischer Bewohner der Feldlandschaft (z.B. in Lehm-/ Lößgebieten Mitteldeutschlands).

Lebensweise: Winterschläfer. Gefährdet, selten

Nahrung: Getreide, Halme, Knollen, Möhren, Kartoffeln, Klee, Kohl und Zuckerrüben. Aber auch Regenwürmer, Engerlinge und Käfer.

Verhalten: Der Hamster wirkt gedrungen und plump, ist aber flink, angriffslustig und ungesellig. Sein Bau reicht 1 - 2 m tief und weist zwei Röhren, Wohnkammer und Vorratsräume aus. Um seinen  Bau - bevorzugt in Klee- und Luzernefeldern - entstehen sogenannte 'Fraßkreise'. Legendär ist der Hamster als fleißiger Sammler: Er stopft die gesammelten Körner in seine Backentaschen, die 50 g fassen. Zum Überwintern benötigt er einen Vorrat von mindestens 2 - 4 Kilogramm. Der Hamster verbringt ungefähr ein halbes Jahr im Winterschlaf unter der Erde: Zwischen den Schlafphasen zehrt er von seinen Vorräten.

Fortpflanzung: Ende April beginnt die Paarungszeit. Nach 20 Tagen wirft das Weibchen im Mai 4 - 15 nackte blinde Junge; im Juli erfolgt meist ein zweiter Wurf. Ein Hamster kann maximal vier Jahre alt werden.

Besonderheit: Bis in die 1960er Jahre wurde der Hamster als Ernteschädling bekämpft. Durch die intensive Landwirtschaft ist er sehr selten geworden.

Streng geschützt.