Gimpel / Pyrrhula Pyrrhula

Gimpel / Pyrrhula Pyrrhula © Wolfgang Willner
Gimpel / Pyrrhula Pyrrhula © Wolfgang Willner

Merkmale: An der auffälligen Färbung zu erkennen: Die Brust des Männchens ist karminrot, die des Weibchens bräunlich grau. Zudem trägt er eine schwarze Kappe, einen blaugrauen Frack (Rücken) mit schwarzen Flügeln, einen weißen Bürzel sowie eine weiße Flügelbinde. Der zu den Finken gehörende Vogel hat einen kurzen dicken Schnabel. Er wird mit 15 - 17 cm mehr als sperlingsgroß. Wegen seiner dunklen Pfaffenkappe und der vollen Figur bekam er den Namen 'Dompfaff'.

Vorkommen: Der Gimpel bevorzugt Nadelgehölze. Verbreitet und häufig in Wäldern mit Unterwuchs, in Parks und Gärten mit eingestreuten Fichten

Lebensweise: Stand- und Strichvogel, der im Herbst und Winter weit herumstreicht. Teilweise Wegzug heimischer Vögel, dafür Durchzug oder Überwinterung nordischer Gimpel.

Nahrung: Zartes Grün und Knospen, Samen. Gerne auch Früchte und Beeren, wobei sie mit ihrem kräftigen Schnabel geschickt die gewünschten Kerne herauslösen. Im Sommer fangen sie auch Insekten, Raupen, Spinnen zur Aufzucht der Jungen.

Verhalten: Der Gimpel hüpft und trippelt am Boden, klettert geschickt auf den Bäumen und fliegt gewandt, aber langsam. Er lebt heimlich und verlässt seine Deckung nur selten. Sein Lockruf 'diü' lässt sich gut nachpfeifen, weshalb der anschlussfreudige 'dumme Gimpel' früher leicht zu fangen und dann als Käfigvogel zu halten war. Der gesellige Vogel führt eine lebenslange Einehe. Im Spätherbst bilden sich Gruppen (Schwärme), die sich Anfang März auflösen.

Fortpflanzung: Sein Flachnest baut er auf Bäumen, Hecken oder Gebüschen, vorzugsweise in junge Fichten dicht am Stamm. Darin legt er im Mai und eventuell noch Juni/Juli je 4 - 5 blassblaue, gefleckte Eier. Die Jungen bleiben zwei Wochen im Nest und werden auch nach dem Ausfliegen noch betreut.

Besonders geschützt.