Gelbbauchunke / Bombina Variegata

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Gelbbauchunke © Wolfgang Willner

Oder auch Bergunke genannt.

Merkmale: Ihr gedrungener Körper ist 3,5 - 5 cm lang. Oberseits olivgrau, mit gestachelten Rückenwarzen besetzt, unterseits blaugrau mit gelben Flecken, Pupille ist rundlich. Der Ruf des Männchens klingt wie leise Glockentöne und ist vor allem abends und nach warmem Regen zu hören.

Vorkommen: Sie fehlt in der Ebene nicht, bevorzugt aber das westliche Hügelland und die Mittelgebirge. Man findet sie vor allem in flachen besonnten Tümpeln in Kies- oder Lehmgruben, in Gräben mit schlammigem Untergrund sowie in Wasser gefüllten Fahrzeugspuren.

Lebensweise: Die Unke ist ein ausgesprochener Wasserbewohner, der gesellig lebt. Sie treibt häufig mit ausgestreckten Beinen an der Wasseroberfläche, wobei nur die Nasenöffnung und Augen den Wasserspiegel überragen. An Land hüpft sie nicht ungeschickt.

Nahrung: Insekten und Spinnen.

Fortpflanzung: Nach der Überwinterung in Erdlöchern oder im Bodenschlamm laicht sie mehrmals von April bis August. Die graubraunen Eier werden an Wasserpflanzen und Steinen abgelegt. Die Verwandlung der bis zu 5 cm großen Kaulquappen vollzieht sich meist vor der Winterruhe. Die frisch geschlüpften Unken sind 1,5 cm lang und unten weißlich gefleckt, nur ihre Beine sind gelb. Sie sind erst mit zwei Jahren fortpflanzungsfähig.

Verhalten: Unken können bis zu 10 Jahre alt werden. Wird sie an Land bedroht, so wirft sie sich auf den Rücken und versucht den Bedränger mit ihrer farbenprächtigen Unterseite zu erschrecken. Gleichzeitig quillt aus dem warzigen Rücken und den Hinterschenkeln seifenähnlicher Schaum. Dank dieses scharfen Hautsekrets ist sie vor Feinden gut geschützt. Gefährdet.

Ähnlich: Die etwa 4 cm große Rotbauchunke (Tieflandunke) ist unten unregelmäßig mennigrot. Gefährdet.

Die Gelbbauchunke ist streng geschützt.