Gartenschläfer / Eliomys Quercinus

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Gartenschläfer / Eliomys Quercinus © Wolfgang Willner

Merkmale: Etwa maulwurfgroß. Der Körper 10 - 15 cm, der Schwanz bis 13 cm lang. 50 - 140 g schwer. Oberseite rötlich graubraun, Unterseite weiß abgesetzt. Schwanz kurzhaarig mit weißer Endquaste. Schwarze Augenringe setzen sich bis an die Halsseiten fort. Länglicher Kopf, 20 Zähne. Gehört zu den Bilchen (Schläfern).

Vorkommen: Misch- und Nadelwälder mit spaltenreichem Gestein, Gärten und Weinberge. Von der Ebene bis über 2000 Meter im Gebirge, besonders häufig aber in Mittelgebirgen. Bestand abnehmend.

Lebensweise: Dämmerungs- und Nachttier. Tagsüber im Nest.

Nahrung: Kerbtiere, Würmer, Schnecken, Eier, Jungvögel, auch schwächere Kleinsäuger bis zur Maus. Dazu auch Obst, Nüsse, Samen. Gartenschäden, wenn er Obst nur annagt.

Verhalten: Wenig gesellig, aber in der Gruppe recht geräuschvoll. Er klettert vorzüglich, bewegt sich auch viel am Boden. Im Sommer baut er sich ein kugeliges Nest, oft in verlassene Vogelnester und Kobel. Dort kommen die Jungen zur Welt. Winterschlaf in mit Moos, Haaren und Federn ausgepolsterten

Schlupfwinkeln: Erdlöcher, Felsspalten, Baumhöhlen, Nistkästen oder Waldhütten. Im Nest liegen meist mehrere Gartenschläfer dicht zum Knäuel verschlungen. Bei höchster Gefahr vermag der Gartenschläfer seine Schwanzhaut abzustreifen.

Feinde: Katzen, Marder, Wiesel und Eulen. Die Lebensdauer beträgt 6 bis 8 Jahre.

Fortpflanzung: Paarungszeit ist April und Mai, manchmal später. Nach 23-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen 2 - 8 nackte blinde Junge zur Welt. Sie werden 4 Wochen gesäugt und auch danach noch von der Mutter mit Futter versorgt. Typisch ist die 'Karawanenbildung' der Jungen, wie sie sonst bei den Spitzmäusen beobachtet wird. Mit 2 Monaten sind die Jungen selbständig, im Folgejahr fortpflanzungsfähig.

Besonders geschützt.