Fledermäuse / U.Ord.: Microchiroptera

Fledermäuse / U.Ord.: Microchiroptera © Wolfgang Willner
Fledermäuse / U.Ord.: Microchiroptera © Wolfgang Willner

Merkmale: Man unterscheidet zwei Gruppen: die Glattnasen und die Hufeisennasen (erkennbar am auffälligen Nasenaufsatz). Bei Letzteren gibt es nur zwei Arten, die Große und die Kleine Hufeisennasen-Fledermaus. Beide gelten als besonders störempfindlich und werden als stark gefährdet eingestuft.

Körperbau: Die Knochen des Armes, der vier Finger und die Schwanzwirbel sind zu dünnen Stäben verlängert, die der ausgespannten Flughaut Halt geben. Die Krallen des Daumens und der fünf Zehen dienen zum Halten beim Kriechen und Aufhängen. Vorkommen: In Wäldern, wie auch in Parks und Ortschaften. Früher waren sie weit verbreitet, heute je nach Art gefährdet bzw. stark gefährdet.

Lebensweise: Nachttiere - Fledermäuse sind im Sommer vom späten Abend bis zum Morgen im geräuschlosen Zickzackflug unterwegs. (Der Abendsegler fliegt oft schon vor Sonnenuntergang). Als Sommer- und Winterquartier wählt die Fledermaus Baumhöhlen und ruhige Gebäude, je nach Art auch Karsthöhlen. Hält Winterschlaf von Oktober bis März.

Fortpflanzung: Die Wochenstube der trächtigen Weibchen umfasste früher bis zu 1000 Tiere! Meist wird nur ein Junges geboren, sieben Wochen lang gesäugt und anfangs von seiner Mutter sogar im Flug mitgetragen.

Nahrung: Die spitzen Zähne der Fledermäuse verraten, dass sie zu der Gruppe der Insektenfresser gehören. Die Beute wird mit dem weiten Maul im Flug gefangen und sofort vertilgt.

Bedeutung: Alle Arten sind wertvolle Schädlingsvertilger.

Besonderheit: Das Wahrnehmen der Beute und von Hindernissen erfolgt durch Echopeilung: Fledermäuse stoßen im Flug fortwährend Ultraschallrufe aus und können sich am Echo orientieren.

Streng geschützt.