Feldsperling / Passer Montanus

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Feldsperling / Passer Montanus © Wolfgang Willner

Merkmale: Der Feldsperling ist etwas zierlicher als sein 'städtischer Vetter'. Er wird nur bis 14 cm groß. Er unterscheidet sich von ihm auch durch seine kastanienbraune Kappe und den schwarzen Ohrenfleck im weißen Bäckchen. Oberseits ist er rostrot mit breiten schwarzen Längsstrichen, unterseits bräunlich weiß gefärbt. Kinn und Kehle sind schwarz. Über den Flügeln liegen zwei weiße Querbinden. Die Geschlechter sind gleich gefärbt.

Vorkommen: Feldgehölze, Obstgärten, Parkanlagen und Laubwälder.

Lebensweise: Stand- und Strichvogel. Paarweise, aber auch in Scharen unterwegs.

Nahrung: Im Sommer Insekten, im Winter Sämereien.

Verhalten: Noch kecker als der Haussperling! Sehr munter, zuckt häufig mit dem Schwanz, hüpft gewandt auf dem Boden. Er fliegt schnell, auch längere Strecken, in Bogenlinien. Sein Lockruf klingt wie 'Tett-tett' oder auch kurz 'Tschip'. Sein Gesang ist ein angenehmes Zwitschern, das er abends vor seiner Höhle erklingen lässt. Im Winter sucht der Feldsperling auch menschliche Siedlungen auf.

Fortpflanzung: Er baut sein flüchtig aus Pflanzenhalmen und Wurzeln errichtetes Nest in Baumlöchern (Kopfweiden, alte Obstbäume) oder auch in Starenkästen. Dabei baut er den Kasten so voll, dass die Halme zum Flugloch herausschauen. Er nistet aber sogar im Unterbau großer Greifvogel- und Reiherhorste. Von April bis Juli/ August zieht er drei Bruten auf. Das Gelege besteht je aus 5 bis 6 weißlichen Eiern, die dicht braun gefleckt sind. Beide Eltern wechseln sich beim Brutgeschäft ab. Die Jungen bleiben 16 bis 17 Tage im Nest; sie werden mit Insekten gefüttert.

Bedeutung: Der Feldsperling vertilgt sogar die schädlichen Kartoffelkäfer!

Besonders geschützt.