+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 176 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 23.11.2020) +++

Esche

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Esche © dlv

Esche (Fraxinus excelsior)
Die Esche hatte in Mitteleuropa seit vorchristlicher Zeit eine herausragende Bedeutung für die Menschen. Bedeutsam war das als Viehfutter verwendbare Laub und das zum Bau von Waffen bestens geeignete Holz. Als 'Weltenesche' fand sie Bedeutung in Religion, Mythen und Dichtung und trug zur Namensgebung vieler Orte bei. Sie kann beeindruckende Dimensionen entwickeln und mit unregelmäßigen Kronen bis zu 40 Meter hoch, 1 Meter dick und bis zwischen 200-300 Jahre alt werden. Heute wird ihr Holz zum Innenausbau, für Möbel, zur Furnierherstellung und für Werkzeuge und Sportgeräte verwendet. 
Sie kommt bis in Höhen von 1000 Metern auf frischen bis feuchten, tiefgründigen und mineralhaltigen Böden vor. Deshalb ist sie in der Nähe von Gewässern oder an Hängen mit Hangzugwasser zu finden und eine Charakterart der Hartholzauen. Trotz der Schattentoleranz in der Jugend gilt die Esche als Pionierbaumart, da sie aufgrund des schnellen Jugendwachstums und des Stockausschlagvermögens schnell freie Flächen besiedeln kann. Der Altbaum benötigt viel Licht um seine beachtlichen Kronen auszubilden. Eschen bilden starke Pfahlwurzeln aus. 
Die unpaarig gefiederten, gegenständig angeordneten Blätter sind bis zu 20 cm lang. Die einzelnen Fiederblätter sind oval bis eiförmig, 4 - 10 cm lang, kurz zugespitzt, mit ungleich gesägtem Blattrand und unterseits entlang der Adern wollig rotbraun behaart.

Zahlreiche Schließfrüchte sind in einer überhängenden Rispe zusammengefasst, die sich erst im Spätherbst braun verfärben. Die schmalen Samen sind von einem plattenförmigen Flugorgan umgeben, der sie beim Abfallen bei leichtem Wind wie kleine Propeller durch die Gegend fliegen lassen. 
Auffälliges Erkennungsmerkmal am winterlichen Zweig sind die schwarzen Knospen. Die Endknospe ist Pyramidenförmig und grösser als die rundlichen, gegenständigen Seitenknospen.
Forstwirtschaft: Auf geeigneten Standorten ist die Esche eine interessante Baumart. Die Kultur wird zuerst engständig gezogen um ein möglichst großes Höhenwachstum zu erreichen. Später brauchen die Bäume viel Platz um eine leistungsfähige Krone ausbauen zu können, die ein anständiges Dickenwachstum gewährleistet.
Ökologisch bedeutsam ist das rasch zersetzbare Laub, das zur Bodenverbesserung beiträgt. 
Gefährdung: Wildverbiss durch Rehe, aktuell starke Gefährdung durch das Eschentriebsterben.