+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 71 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 20.10.2020) +++

Buchdrucker / Ips Typographus

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Buchdrucker / Ips Typographus © Wolfgang Willner

Merkmale: Der Buchdrucker ist der bekannteste Vertreter der Borkenkäfer. Er wird 4,2 - 5,5 mm groß. Sein Brustschild ist schwarzbraun, sein Rücken braun gefärbt. Indizien für sein Vorkommen sind das helle Bohrmehl an der Stammrinde, das aus den Bohrlöchern rieselt, später das Absterben ganzer Fichtengruppen.

Vorkommen: Er bevorzugt bereits angekränkelte, mindestens 60-jährige Fichten. Daher findet er sich in besonders großer Zahl auf Flächen mit Wind- und Schneebrüchen.

Lebensweise: Der Buchdrucker neigt zu Massenvermehrung (besonders in heißen, trockenen Sommern). Er bohrt sich meist in die dickborkigen, unteren Stammteile ein. Dabei zerstört der Larvenfraß die saftleitende Bastschicht und bringt die Bäume zum Absterben ('Wurmtrocknis').

Fortpflanzung: Die Buchdrucker schwärmen schon zeitig im Frühjahr (April) und meist noch im Hochsommer. Dann paaren sie sich in genagten 'Hochzeitskammern' unter der Rinde. Das Weibchen frisst einen längsgerichteten Muttergang aus und legt hier seine Eier ab. Die nach 14 Tagen ausgeschlüpften Larven sind ohne Augen und Beine. Sie fressen sich im rechten Winkel zum Muttergang weiter durchs Holz. Die Larvengänge sind 5 - 6 cm lang. Sie gehen leicht geschlängelt, aber in sehr regelmäßiger zeilenartiger Anordnung ab (Name!) und enden in einer schüsselförmigen Puppenkammer. Die dort geschlüpften Jungkäfer durchbohren die Rinde.

Ähnlich: Der wesentlich kleinere Kupferstecher ist glänzend rotbraun. Er befällt die oberen Stammpartien und Äste. Seine Larven bilden einen Sterngang mit drei bis sechs Brutarmen.

Der Buchdrucker ist nicht geschützt.