Blindschleiche / Anguis Fragilis

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Blindschleiche © Wolfgang Willner

Merkmale: Eine fußlose Echse! Schlangenartig, aber unter anderem an den beweglichen Augenlidern und den glatten, gleichartigen Schuppen als Echse erkennbar. Sie wird 40 - 48 cm lang, dabei bleiben die Männchen etwas kleiner. Färbung grau, gelb- bis rotbraun glänzend (Name kommt von 'blenden'), unterseits ist sie bläulichschwarz und gelbweiß punktiert. Alte Männchen tragen oberseits in Längsreihen blaue Flecken. In Bedrängnis bricht der Schwanz leicht ab, er wächst aber nicht nach, sondern verheilt nur stummelig. Ihre Bewegungen sind langsam, schlängelnd, sie wirken etwas steif.

Vorkommen: Sie liebt sonnige Hänge, verlangt aber nach Bodenfeuchtigkeit und Deckung (Gebüsch, unter flachen Steinen, Stämmen, auch im Falllaub). Dabei wählt die Blindschleiche besonnte, nicht zu trockene Stellen in Hecken, Parks, Waldrändern, Lichtungen. Weit verbreitet, von der Ebene bis zum Gebirge, aber überall im Bestand abnehmend.

Nahrung: Regenwürmer, Nacktschnecken, aber auch glatte Raupen sowie Spinnen und Insekten.

Lebensweise: Im Oktober verkriechen sich die Blindschleichen in ihr unterirdisches Überwinterungsquartier, wo sie die kalten Wintermonate zu mehreren in Kältestarre verbringen. Dabei wurden schon Ansammlungen von 50 Tieren beobachtet. Im April kommen die Blindschleichen wieder hervor.

Fortpflanzung: Paarungszeit ist im Mai. Im August bringt das Weibchen vollentwickelte, bei der Geburt sofort aus der Eihaut schlüpfende Junge zur Welt. Das heißt, die Eihülle reißt unverzüglich beim Austritt des Eis aus der Kloake auf.

Besonders geschützt.