Bläuling / Polyommatus Amandus

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Bläuling / Polyommatus Amandus © Wolfgang Willner

Merkmale: Der auch Prächtiger Bläuling oder Silberfleckbläuling genannte Falter spannt 25 - 33 cm. Dabei ist das Männchen größer und besitzt eine himmelblaue Oberseite mit dunklem Rand und weißen Fransen. Das Weibchen hingegen ist oberseits braun mit orangegelben Randflecken auf den Hinterflügeln. Die Unterseite des Männchens ist  hellbraun-grau gefärbt, die des Weibchens dunkler. Bei beiden mit orangegelben Randflecken auf den Hinterflügeln. Typisch ist der langsame Flug der Bläulinge: immer dicht über dem Boden dahinschaukelnd.

Vorkommen: Buschland, blumenreiches Gelände, bevorzugt an sonnigen Südhängen.

Lebensweise: Der Bläuling fliegt von Juni bis August.

Nahrung: Die Raupe lebt vorwiegend an der Vogelwicke.

Besonderheit: Die grüne weiß- rötlich und bräunlich gestreifte sogenannte 'Mordraupe' ernährt sich nicht nur von Pflanzen, sondern überfällt auch andere Insektenlarven. Dabei geht sie oft Schutzgemeinschaften mit Ameisen ein: Teilweise übersiedelt sie sogar in die Ameisenburg, wächst dort ungestört heran und verpuppt sich hier auch. Ihre Duldung erkaufen sie sich durch duftende Körperausscheidungen, weshalb sie oft von den Ameisen 'betrillert' werden. Dafür lassen sie sich von den Ameisen füttern oder vergreifen sich sogar an den 'Ameiseneiern'.

Ähnlich: Der Zahnflügel-Bläuling bevorzugt Kalkböden, der Graublaue Bläuling trockene Plätze, an denen Thymian wächst. Der Grünblaue Bläuling liebt Grasheiden, besonders trockene felsige Hänge. Alle gelten als gefährdet. Der Violette Waldbläuling hingegen bevorzugt Lichtungen und Brachland - er ist weit verbreitet und nicht selten.

Der Bläuling ist besonders geschützt.