Bisamratte / Ondatra Zibethicus

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Bisamratte / Ondatra Zibethicus © Wolfgang Willner

Merkmale: Etwa wildkaninchengroß: 30 cm lang, mit 25 cm langem Schwanz. Der Bisam hat einen gedrungenen Leib, einen kurzen breiten Kopf mit dicker abgestumpfter Schnauze, dazu im Pelz versteckte und verschließbare Ohren und kleine Augen. Die Hinterbeine sind auffallend lang mit breiten Füßen. Der Pelz ist glatt anliegend und seidig, oberseits braun bis gelblich, unterseits heller und rötlich überflogen. Am seitlich zusammengedrückten Schwanz ist er leicht zu erkennen.

Vorkommen: In allen Flussbereichen, Seen, Teichen, Kiesgruben.

Lebensweise: Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Bei ungestörter Lebensweise auch am Tage zu beobachten.

Nahrung: Vorwiegend Pflanzen, wohl auch Muscheln und Krebse.

Verhalten: Vortrefflich dem Wasser angepasst. Beim Schwimmen legt der Bisam die Vorderfüße in die Halsgrube und bewegt sich mit den Hinterfüßen und Schlängeln des Schwanzes vorwärts. Er kann bis zu 10 Minuten tauchen. Sichere Zeichen für das Vorkommen sind abgebissene Pflanzenteile an der Wasseroberfläche und die 'Wasserburgen' (aus Schilf aufgeschichtete Hügel) und Röhren an Uferböschungen. Durch seine Grabtätigkeit an Uferdämmen kann er schädlich werden.

Fortpflanzung: Der Bisam paart sich erstmals im April/Mai und wirft mehrmals im Jahr 6 - 8 (bis zu 14) Junge.

Besonderheit: Wegen des begehrten Pelzes wurde der Bisam 1905 aus Nordamerika eingeführt. Inzwischen ist er in ganz Europa heimisch. Mit dem Sekret der Moschusdrüsen markieren die Männchen ihre Territorien.

Bedeutung: Nützlich ist er als Pflanzenfresser in durch Überdüngung eutrophierten Gewässern.

Kein Schutz nach BNatschG.