Biber / Castor Fiber

dlv
Biber / Castor Fiber © Wolfgang Willner

Merkmale: Der größte heimische Nager: Körper bis 80 cm, Gewicht bis 30 kg. Sein etwa 30 cm langer Schwanz (Kelle) ist waagerecht flach, breit mit Hornschuppen bedeckt und dient als Tiefensteuer beim Schwimmen und als Stütze für den aufgerichteten Körper. Der Pelz ist oberseits fahl dunkelbraun mit glänzenden Grannenhaaren und grauem Wollhaar, unterseits etwas heller. Auffallend orangerote Schneidezähne, Augen sehr klein, Ohren klein. Die Nasenöffnung und der Gehörgang sind verschließbar. Die Füße sind fünfzehig.

Vorkommen: Im vorigen Jahrhundert ausgestorben, nach erfolgreichen Einbürgerungen vielerorts wieder heimisch. Er bevorzugt Auwälder, insbesondere weichholzreiche Uferwälder an ruhigen Fließ- und Stillgewässern. Gefährdet, selten.

Lebensweise: Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sehr scheu. Der Biber hält keinen Winterschlaf.

Nahrung: Reiner Vegetarier. Wasserpflanzen, Zweige und Rinde. Er nimmt aber auch Feldfrüchte.

Verhalten: Der Biber schwimmt und taucht sehr gut. Als 'Wasserbaumeister' bekannt: Er regelt den Wasserstand durch Dammbauten. Der Biber bewohnt einen unterirdischen Bau oder eine aus Ästen und Schlamm gebaute, über das Wasser ragende Burg. Dazu gräbt er sich Uferhöhlen mit Zugang unter Wasser und Luftschacht.

Fortpflanzung: Der Biber scheint in Einehe zu leben. Paarungszeit Januar bis März. Nach 100 Tagen Tragzeit wirft das Weibchen 2 - 4 sehende, behaarte Junge. Bereits wenige Tage nach der Geburt machen die zunächst gut ein Pfund schweren Jungen die ersten Ausflüge.

Besonderheit: Das Bibergeil (ein Sekret der Drüsensäcke) ist bei beiden Geschlechtern vorhanden.

Ähnlich: Die kleineren Nutria und Bisam haben keine Kelle.

Streng geschützt.