+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 176 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 23.11.2020) +++

Auerwild / Tetrao urogallus

dlv
Auerwild © dlv

Das Gefieder des Hahns ist schwarz, mit grünem Schimmer. Ein weißer Fleck sitzt an den Schwingenansätzen. Rote Balzrosen über den Augen und ein Federbart an der Kehle sind prägnant. In Imponierhaltung wird der Stoß als Rad getragen. Die Ständer sind befiedert. Balzstifte sind zu Hornstiften umgestaltete Federn beiderseits an jeder Zehe, die der Oberflächenvergrößerung dienen. (Schneeschuheffekt.)

Küken brauchen anfänglich Insekten. Altvögel nehmen Ameisenpuppen, Würmer, Schnecken, viel Beeren. Mit zwei besonders langen Blinddärmen können im Winter auch schwer verdauliche Nadeln von Kiefer und Fichte aufgeschlossen werden.

Hähne meist einzeln, nach der Balz auch in Zweiergruppen. Die Henne führt die Küken bis in den Oktober, danach werden (meist) nach Geschlechtern getrennte Wintergruppen gebildet. Auerwild hudert gerne und nutzt Ameisen gegen Parasiten. Zur Nacht wird aufgebaumt, im Winter werden Schneehöhlen gegraben, oder Schneegruben unter überhängenden Zweigen genutzt.

Der Hahn ist Polygam. Die eindrucksvolle Balz Ende März bis Mai beginnt bei Tagesanbruch mit den Lautäußerungen Knappen, Triller, Hauptschlag und Schleifen. Es werden immer die gleichen Balzplätze genutzt, aber in Boden und Baumbalz unterschieden. Die zugehenden Hennen werden fast ausschließlich vom Platzhahn getreten und legen 6 - 10 Eier. Die Küken werden nur von der Henne geführt.

Auerwild ist eine Charakterart der nördlichen Nadelwälder bis Ost Sibirien. Als Lebensraum werden ausgedehnte, naturnah aufgebaute Wälder bevorzugt. In Deutschland nur noch in montanen und alpinen Räumen anzutreffen.
Insbesondere im Winter braucht Auerwild in den rauen montanen Lagen Ruhe, damit die Schneehöhlen nicht verlassen werden müssen und so Energie gespart werden kann.

Die Auerhenne trägt Tarnfarben. Sie ist rost- bis graubraun, hat ein rostrotes Brustschild und ist an der Unterseite grauweiss gebändert.