Ahorn

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Bergahorn © dlv

Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Diese verbreitete Baumart bildet im Gebirge zusammen mit der Fichte oft die Baumgrenze. Im Bestand max. 35 m hoher Baum. Höchstalter bis 500 Jahre. Das fast weiße, harte Holz wird für den Innenausbau als Möbel-, Drechsler-, Furnierholz geschätzt und bei entsprechenden Qualitäten hoch bezahlt. 
Die Rinde ist bei jungen Bäumen graubraun, glatt. Später rissig mit flachen Schuppen, die abgefallen eine braunrote Tönung freilegen. Der Stamm wirkt dadurch fleckig.
5lappige Blätter, Länge 15-30 cm und 10-16 cm breit. Blattrand grob gekerbt. Die Blätter stehen sich am Zweig gegenüber (kreuzgegenständig). Im Herbst verfärben sich die Blätter goldgelb. Die Knospen sind spitz-eiförmig und gelbgrün bis grün gezeichnet.
Der Fruchtstand besteht aus zwei einsamigen Flügeln, die sich beim Abfallen propellerartig drehen.  Die Verjüngung kommt bei geeigneten Bedingungen massenhaft auf. 
Bergahorn ist ein standfester Herzwurzler. Anspruchslos, liebt aber tiefgründige, gute Böden. Sein Licht- und Wärmebedürfnis ist mäßig.
Forstwirtschaftlich: Bedeutsam als Mischbaumart in Edellaubholzwäldern, als stabilisierendes Element in Schutzwäldern und als Lieferant eines unserer wertvollsten Hölzer. Es findet Verwendung für Musikinstrumente und Möbel (z.B. Tischplatten). Aufgrund des raschen Wachstums in der Jugend ist er früh nutzbar.
Gefährdung: Verschiedene Pilze sowie Verbiss durch Rehwild.  
Ökologische Bedeutung: Bodenverbesserung durch schnell verrottendes Laub

Spitzahorn (Acer platanoides)
In Laubwäldern meist vereinzelt. Häufiger in der Hartholzaue, oder in Schluchtwäldern. Mittelgroßer 20 - 30 m hoher Baum. Höchstalter max. 200 Jahre, Durchmesser max. 1 m.  Das druckfeste Holz arbeitet wenig und eignet sich für Messerfurniere, helle Möbel, Stühle, Tischplatten,  Musikinstrumente, hat aber weniger Bedeutung als der Bergahorn und erzielt geringere Preise, da das weißliche Holz einen gelblichen oder rötlichen Schimmer haben kann. 
Die Rinde ist dunkelbraun, dicht längsrissig und nicht abschuppend, wie beim Bergahorn. 
Das 10 - 20 cm lange Blatt sitzt am Ende eines 15 cm langen Stiels und besteht aus 3,5 bis 7 Lappen. Diese besitzen schlanke und lang ausgezogene Spitzen. Im Gegensatz zur dunkelgrünen Blattoberseite ist die Unterseite hell. Die Blätter wachsen gegenständig am Zweig. Der Fruchtstand besteht aus zwei einsamigen Flügeln, die flach zueinander gewinkelt sind. Die weinrot bis gelblichen Knospen sind  schmal-eiförmig.
Der Spitzahorn liebt tiefgründige, kalkhaltige, frische bis feuchte Böden in luftfeuchter Lage. Im Licht-, Wärme- und Nährstoffbedarf ist er genügsamer als der Bergahorn. Er kann einerseits auf trockenen, leichten Böden wachsen, kommt andererseits aber auch mit längerer Nässe zurecht.
Spitzahorn ist für Honigbienen ein ergiebige Futterpflanze, der erhebliche Mengen an Blüten und Blatthonig liefert.
Forstwirtschaftlich ist der Spitzahorn eine geschätzte Mischbaumart in Laubmischwäldern zusammen mit Eichen, Linden, Hainbuchen und anderen Ahornarten. Früh nutzbar aufgrund raschen Jugendwachstums mit früher Zuwachskulmination
Gefährdung: verschiedene Pilze sowie Verbiss durch Rehwild
Ökologische Bedeutung: Mit dem tiefgreifenden Wurzeln und dem rasch verrottenden Laub kann er die Bestandesstabilität und die Bodenfruchtbarkeit verbessern.

Feldahorn (Acer campestre)
Der kleine Bruder von Berg- und Spitzahorn ist weit verbreitet, wird etwa 20 Meter hoch und höchstens 200 Jahre alt. Die wärmeliebende Halbschattbaumart mag mäßig trockene bis frische Böden und ist oft in Hartholzauen, Eichenmischwäldern, Hecken und Waldrändern zu finden. 
Das Blatt ist klein, besteht aus drei bis fünf stumpfen Lappen und färbt sich im Herbst kräftig gelb oder rot. Knospen rotbraun mit grauer, behaarter Spitze.
Fruchtstand: zwei geflügelte Teilfrüchte, die sich fast ungewinkelt gegenüber stehen.
Das Holz ähnelt dem des Bergahorns.  Aufgrund der schwachen Dimensionen ist es aber eingeschränkt nutzbar.
Borke hell graubraun, mit feinen Rissen; in der Jugend deutliche Korkleisten am Stamm, später an den Zweigen.  
Forstwirtschaftlich:  Aufgrund der meist geringen Dimensionen beschränkt sich  die  Bedeutung des Feldahorns wegen seines sehr guten Stockausschlagvermögens auf Mittel- und Niederwälder und auf Waldränder.
Ökologisch: Feldahorn bietet Bienenweide und wirkt aufgrund seines rasch verrottenden Laubes bodenverbessernd
Gefährdung: Feldahorn ist stark durch Rehverbiss gefährdet