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Jagdfilme selber drehen: So bleiben Jagderlebnisse lebendig

Redaktion PIRSCH
am
Samstag, 24.04.2021 - 16:15
Auch mit dem Smartphone lassen sich Stimmungen im Revier einfangen. © diesel_80 – stock.adobe.com
Auch mit dem Smartphone lassen sich Stimmungen im Revier einfangen.

Als Jäger sehen wir Dinge, die andere Menschen nicht sehen. Wir kennen unsere Reviere wie unsere Westentasche, wissen genau, wo Einstände, Wechsel und die schönsten Stellen der Natur sind. Doch auch erfahrene Jäger überrascht die Natur immer wieder aufs Neue. Logisch, dass viele von uns diese Erlebnisse mit dem Smartphone oder einer Kamera nicht nur als Fotos, sondern auch als Videos auf- und mitnehmen möchten. Doch zu Hause kommt häufig die Enttäuschung: Kam die Lichtstimmung draußen im Revier nicht intensiver rüber? Warum sieht man den mäuselnden Fuchs nicht? Und warum sind die Blattversuche meines Jagdfreunds auf dem Video so leise? Hier kommen fünf Tipps, die die ersten Schritte erleichtern, aber schon gute Ergebnisse liefern:

  • Ausrüstung: Tatsächlich reicht das Smartphone bei gutem Licht bereits aus, um gute bis sehr gute Naturaufnahmen mit nach Hause zu bringen. Die Kräuter am Bachlauf, der Schmetterling auf der Kanzelbrüstung – wunderbar! Spätestens wenn man aber versucht, das Reh am Waldrand formatfüllend darzustellen, wird die Aufnahme schnell verpixelt und matschig. Geht es um Zoom bzw. Brennweite stoßen die kleinen Allzweckgeräte an ihre Grenzen. Sogenannte Bridgekamears mit 1 Zoll Sensor eignen sich da besser, um auch bei etwas schlechterem Licht noch Teleaufnahmen zu machen. Auch beim Ton lohnt es sich, in ein externes Mikrofon zu investieren, möchte man gesprochenes Wort mit in den Film einbauen. Die fest verbauten Mikrofone sorgen meist für keinen wirklich guten Klang. Und klarer Ton ist ebenso wichtig, wie gutes Videomaterial. Ein kleines Lavaliermikrofon, das am Hemdkragen befestigt wird sorgt für fast professionelle Tonaufnahmen und kostet nur einige Euro. Ein Ministativ sollte ebenfalls nicht in der Ausrüstung fehlen, da man ansonsten die Aufnahmen trotz Bildstabilisator leicht verwackelt. Stative mit biegsamen Beinen – sogenannte Gorilla Pads – kann man sogar an der Kanzel befestigen.
  • Vorbereitung: Vor dem Dreh sollte man sich gut überlegen, was man eigentlich zeigen möchte. Ansonsten läuft man Gefahr, sich zu verzetteln und im Endeffekt doch nicht das richtige Bildmaterial mitzubringen. Es lohnt sich also, einen kleinen Drehplan zu erstellen und bereits festzuhalten, welche Motive man in welcher Einstellung drehen möchte. Vergessen Sie auch nicht, einige Nah- oder Detailaufnahmen einzuplanen. Beim späteren Schnitt helfen diese enorm.

  • Schnitt: Filmt man nur mit dem Smartphone, kann man es auch anschließend auf diesem Gerät schneiden. Für den Videoschnitt gibt es einige Apps, mit denen man das aufgenommene Material direkt zusammenschneiden und mit Ton und Musik unterlegen kann. Wem das zu kleinteilig ist, der kann die Videodateien auch auf den Rechner ziehen und dort schneiden. Auf den meisten Geräten ist bereits ein Programm vorinstalliert oder kostenlos erhältlich.
  • Musik: Passend ausgewählte Musik unterstreicht ein Video und gibt ihm Emotionen. Die meisten Schnittprogramme bieten eine kleine Auswahl an Musikstücken, die man direkt im Programm nutzen kann. Diese werden allerdings bei ständigem Gebrauch schnell etwas langweilig. Online gibt es einige Plattformen, die Musik anbieten. Hier muss man aber sehr aufpassen, dass man keine rechtlichen Schwierigkeiten bekommt.
  • Ausspielen: Natürlich können Sie das Video Familie und Freunden auf dem Smartphone präsentieren. Manchmal kann man den Bildschirm des Mobiltelefons aber auch auf einen Fernseher spiegeln und das Gedrehte besser zu präsentieren.

Mit diesen kleinen Vorüberlegungen und kreativen Ideen stehen einem eigenen kleinen Miniclip heutzutage nichts mehr im Wege. Wollen Sie ihr Werk jedoch veröffentlichen, sollten Sie sich jedoch vorab noch über rechtliche Voraussetzungen und Hürden informieren.


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