Home Fuchslocker selbst gebaut: Fix zum Fuchsverführer

Fuchslocker selbst gebaut: Fix zum Fuchsverführer

Aufmerksam vernimmt der Fuchs die Laute des Lockers.


Früher waren es auch wir Jäger gewohnt, mit wenigen Mitteln Nützliches zu basteln – lange bevor es Jagdausstatter und Onlineshops gab. Die folgende Bauanleitung für einen äußerst fängigen Fuchslocker habe ich von meinem Großvater – damals noch mit einem Stück Geschenkband als Membrane.

Die Vorteile dieses Lockers, der die Laute eines klagenden Hasen imitiert, sind seine hohe Reichweite und die Tatsache, dass man ihn in der Regel mit profanen „Bordmitteln“ aus dem eigenen Haushalt herstellen kann. Schon vorab ein Tipp zur Anwendung: Je nachdem, an welcher Stelle man hineinbläst und in welchem Winkel, ergibt sich ein anderes Klangbild. Den Locker kann man auch freihändig verwenden, indem man ihn quer in den Mund nimmt und ganz leicht mit den Zähnen fixiert. So hat man die Hände frei für die Waffe.

Sein Glück sollte man ruhig öfter versuchen, an verschiedenen Standorten, zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten. Erfolg versprechend ist ein gut getarnter Stand an der Feld-/ Waldkante. Jungfüchse stehen den Reizen von August bis Oktober gut zu, später vereinzelt auch Marder und der ein oder andere Altfuchs. Im Winter ist der Morgen- oder Nachtansitz bei geschlossener Schneedecke und Vollmond aussichtsreich. Die Kombination aus Luderplatz und Locker kann auch recht zielführend sein. Wenn der Locker zu ausgeleiert ist und nur noch widerwillig funktioniert, lässt er sich durch Austausch der Membrane meist ganz leicht wieder „reanimieren“.

Von einem möglichst gut abgelagerten, trockenen, astfreien und geraden Stück Hartholz (z.B. Hasel) schneiden wir ein ca. 12 cm langes Stück ab. Foto: Werner Steckmann

Von einem möglichst gut abgelagerten, trockenen, astfreien und geraden Stück Hartholz (z.B. Hasel) schneiden wir ein ca. 12 cm langes Stück ab. Foto: Werner Steckmann

Nun schleift man die Enden gerade und bricht die Kanten („Kanten brechen“ bedeutet in der Schreinersprache: man rundet die sehr scharfe Kante mit Schleifpapier ab.) Foto: Werner Steckmann

Nun schleift man die Enden gerade und bricht die Kanten („Kanten brechen“ bedeutet in der Schreinersprache: man rundet die sehr scharfe Kante mit Schleifpapier ab.) Foto: Werner Steckmann

Danach spaltet man das abgeschnittene Stück längs in der Mitte (der Kern, der kleine Punkt in der Mitte, ist ein guter Indikator für die Mitte) und schleift die Schnittflächen gerade und bricht die Kanten. Foto: Werner Steckmann

Danach spaltet man das abgeschnittene Stück längs in der Mitte (der Kern, der kleine Punkt in der Mitte, ist ein guter Indikator für die Mitte) und schleift die Schnittflächen gerade und bricht die Kanten. Foto: Werner Steckmann

Jetzt wickelt man drei Windungen Isolierband um alle vier Enden. Foto: Werner Steckmann

Jetzt wickelt man drei Windungen Isolierband um alle vier Enden. Foto: Werner Steckmann

Anschießend schneidet man aus einem Kunststoff-Schnellhefter ein Stück in der Größe der Schnittfläche plus ca. 6 cm in der Länge und legt die Membrane an einer Stirnseite bündig zwischen die beiden Halbrunden. Foto: Werner Steckmann

Anschießend schneidet man aus einem Kunststoff-Schnellhefter ein Stück in der Größe der Schnittfläche plus ca. 6 cm in der Länge und legt die Membrane an einer Stirnseite bündig zwischen die beiden Halbrunden. Foto: Werner Steckmann

Zum Schluss wickelt man um die bündige Stirnseite straff drei Windungen Klebeband. Am anderen, überstehenden Ende wird die Membrane gespannt und mit der anderen Hand straff mit Klebeband umwickelt. Mit einem scharfen Messer kappt man nun die überstehende

Zum Schluss wickelt man um die bündige Stirnseite straff drei Windungen Klebeband. Am anderen, überstehenden Ende wird die Membrane gespannt und mit der anderen Hand straff mit Klebeband umwickelt. Mit einem scharfen Messer kappt man nun die überstehende


Werner Steckmann Der vielseitige PIRSCH-Autor und begeisterter Jäger kocht leidenschaftlich gerne und bloggt auf seinen Seiten www.jagdtipp.de und www.wernerkochtwild.de Tipps für Jäger und die wilde Küche.
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