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Fuchsjagd: Locker zum selber bauen


Er ist vermutlich der simpelste Fuchslocker, der je gebaut wurde. Trotzdem  erbeuten Raubwildjäger Jahr für Jahr unzählige Rotröcke damit. Wo man den Locker kaufen kann? Keine Ahnung! Denn innerhalb weniger Minuten kann sich jeder Jäger das „Fuchspfeifchen“ selbst bauen.

Das Material für die Herstellung findet sich in jedem Haushalt. Obwohl das Pfeifchen so klein ist, sind die Töne glasklar und ziemlich laut.
Der Locker besteht aus einem gebogenen Blechstück mit zwei unterschiedlich großen Löchern. Um die Locklaute zu erzeugen, muss der Metallknick an die Zunge gelegt werden, sodass das kleinere der beiden Löcher nach oben zeigt. Die Zunge sollte dabei etwas unter Spannung stehen. Daumen und -Zeigefinger verschließen nun die offenen Seiten des Lockers, sodass nur ein kleiner Spalt rechts und links zwischen den Flügeln zur Biegekante hin bleibt.
Mit den Mundwinkeln verschließt der Lockjäger die seitlichen Spalten und bläst - je nach gewünschter Lautstärke - kräftig ins Pfeifchen. Der Luftstrom erzeugt dadurch einen kreischend-pfeifenden Ton. Klingt schräg, funktioniert aber hervorragend. Probieren Sie es einfach mal aus.

Schritt 1


Dosenboden mit dem Dosenöffner ab- trennen, sodass nur das Bodenblech übrig ist und der dicke Rand am Rest der Dose bleibt.

Schritt 2


Die Grundmaße der Fuchspfeife sind etwa 32 x 55 Millimeter. Mithilfe des Geodreiecks werden die Maße auf das Blech gezeichnet. Anschließend schneidet man sie mit einer Küchenschere aus. Es bietet sich an, gleich mehrere Rohteile anzufertigen, da das Schneiden des Materials kein besonderer Mehraufwand ist.

Schritt 3


Wenn sich das Blech beim Schneiden verbiegt, wird es mit einem Hammer auf einer Holzunterlage eben geschlagen.

Schritt 4


Die scharfen Ecken des Plättchens mit Schleifpapier entschärfen. Anschließend die Biegelinie quer zur Längsachse des Plättchens aufzeichnen. Sie sollte leicht außerhalb der Mitte verlaufen (ca. 5 mm Versatz zur Mittellinie). Das Biegen funktioniert am Besten über einer rechtwinkligen Kante. Es hat sich bewährt, das Plättchen mit dem Hammer ganz plattzuschlagen.

Schritt 5


Nun mittig, etwa 5 Millimeter von der Faltkante entfernt, ein 2,5 Millimeter großes Loch durch beide Seiten des Bleches bohren. Damit der Bohrer nicht abrutscht, sollte mit einem Nagel eine kleine Vertiefung in das Blech gedrückt werden. Beim Bohren auf eine hohe Umdrehungszahl achten und den Locker gut festhalten. Eine Bohrunterlage aus Holz oder hartem Kunststoff ist hilfreich.

Schritt 6


Anschließend den Locker vorsichtig mit einem kleinen Schlitzschraubendreher oder dem Fingernagel wieder um 90 Grad auseinanderfalten und ihn über eine Kante der Unterlage legen. So kann das Loch in dem kürzeren Flügel des Lockers auf 4 Millimeter mit dem Bohrer erweitert werden.

Schritt 7


Die beim Bohren entstandenen Grate mit einem Hammer plätten und anschließend noch einmal nachbohren und diese mit Schleifpapier entfernen.

Schritt 8


Die Flügel des Lockers mit den Fingern wieder etwas zusammendrücken. Schon ist das kleine Handwerksstück fertig. 

Julius Möhrstedt


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