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Fangbunker für das Eiabzugseisen – Bauanleitung

Paul Rößler © dlv
Paul Rößler
am
Sonntag, 23.08.2020 - 16:09
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Steinmarder mit Ei © creativenature.nl - stock.adobe.com
Marder nehmen die Eier immer quer zu den Polen auf.

Der Fang von Mardern hat für den passionierten Fallenjäger einen ganz besonderen Reiz. Keinen anderen Räuber bekommt er im Verhältnis zu seiner Besatzdichte so selten zu Gesicht. Dabei lassen sich leicht Strecken von über zehn Mardern pro 100 Hektar Revierfläche erzielen. Meine höchste Jahresstrecke liegt zum Beispiel bei 25 Steinmardern und 3 Baummardern auf 200 Hektar. Dabei dient die Marderjagd nicht nur dem Artenschutz und der Niederwildhege.

Es können auch massive wirtschaftliche Schäden an Autos und Gebäuden verhindert werden. Darüber hinaus steht der Marderfang geradezu für nachhaltige Nutzung. Lässt sich der Marderbalg doch auch heute noch sehr leicht vermarkten. Im Kern eingefroren und nach der Fangsaison an einen Rohfellankäufer verschickt, bringen die Steinmarder immer noch 15 bis 25 Euro. Baummarder in guten Jahren sogar bis 40 Euro.

Nach wie vor stellt das 38er Eiabzugseisen (hier können Sie ein solches Modell bei Frankonia erwerben) die Spezialfalle für Baummarder, Steinmarder und Iltis dar. Mit keiner anderen Falle lassen sich, ein entsprechender Fangbunker vorausgesetzt, selektiver, effektiver und kostengünstiger Marder bejagen. Mit einem 38er Eisen können problemlos fünf Marderfangbunker beschickt werden. Das Eisen wird nämlich nur eingebaut, wenn der Marder das Kirrei mehrere Tage in Folge angenommen hat. Ein Bunker bietet Sicherheit vor unbefugtem Zugriff und ist daher beim Einsatz von Fangeisen unerlässlich.

Die Öffnungen sind so angebracht, dass das Wild im 90-Grad-Winkel in den Bunker einfahren muss. Haben Sie einen Marderbunker aufgestellt, wird er ab September mit Eiern beschickt. Der Bunker wird fünf Zentimeter mit gesiebten Fichtennadeln befüllt. Wichtig ist, das Material bei jedem Nachlegen der Eier mit der Hand durchzuwühlen und anzudrücken. Ist der Bunker täglich angenommen, wird das Eisen eingebaut. Wenn alles passt, fängt sich der Marder in den nächsten ein bis drei Nächten. Wie ich meine Fangbunker baue, zeigt die folgende Anleitung.

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1. Im ersten Schritt Vorderseite, Rückseite und Trennwand zusammenbauen. Dazu jeweils fünf 55 cm lange Schalungsbretter mit zwei 50 cm langen Dachlatten verbinden.

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2. Anschließend mit dem Lochbohrer (84 mm) aus dem Rückteil und der Trennwand ein Loch aussägen. Dabei den Bohrer mittig zwischen den unteren beiden Schalungsbrettern ansetzen.

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3. Jetzt Vorder- und Rückseite mit den 75 cm langen Schalungsbrettern verbinden.

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4. Anschließend die Trennwand so einsetzen, dass der Vorraum eine Breite von 15 cm hat.

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5. Für den Boden die verbliebenen sechs 75 cm langen Schalungsbretter mit den zwei 60 cm langen Dachlatten verbinden, und anschließend mit den sechs 120er Spaxschrauben am Fangbunker verschrauben.

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6. Links und rechts mit dem Lochbohren einen Zugang im 90-Grad-Winkel zum Vorraum bohren. Den Bohrer wieder zwischen den unteren beiden Schalungsbrettern ansetzen. Auf die Rückseite, ebenfalls auf der gleichen Höhe, ein Loch bohren.

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7. Das Loch auf der Rückseite mit dem 10 x 10 cm Drahtgitter verschließen. Es dient nur zur Luftzirkulation und soll dem Marder das Gefühl vermitteln, einen Fluchtweg zu haben.

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8. Der Deckel besteht aus den acht 85 cm langen Schalungsbrettern und den beiden 80 cm langen Dachlatten. Er wird mit den zwei Scharnieren hinten mit dem Marderbunker verbunden. Vorne das Schlossscharnier anbringen, um ihn abschließen zu können.

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9. Zu guter Letzt den Deckel mit Teichfolie beziehen.


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