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Enten-Wohnung preisgünstig

Mit zunehmender natürlicher Vegetation werden Teiche für die Enten immer unattraktiver. Will man einer schnelleren Begrünung nachhelfen, ist eine Bepflanzung mit Erlen, Weiden etc. sinnvoll.
Bedingt durch die frühe ­Legezeit der Enten und die noch spärliche Begrünung können die Bruthäuser aber auch an bereits seit Jahren bestehenden Teichen aufgestellt werden. Der Schutz der gerade im Wachstum begriffenen Pflanzen, wie zum Beispiel Rohrkolben und Schilf, ist oft noch nicht ausreichend, um die Gelege vor den Fressfeinden zu schützen. Zusätzliche Brutplätze können durch das Aufschichten von Reisighaufen aus den auf den Stock gesetzten Büschen und Bäumen geschaffen werden. Alte Weiden, Erlen und Pappeln in Ufernähe bieten mit ihren Baumhöhlen, insbesondere für die Stockenten, natürliche Brutplätze und sollten daher nicht gefällt werden.





Da die Enten ihren Brutplatz sehr zeitig im Frühjahr aufsuchen, muss das Häuschen im Spätherbst bei niedrigen Wasserständen oder im Winter bei Eis aufgestellt sein. Im Herbst empfiehlt sich der Einsatz einer Wathose, im Winter erleichtert eine geschlossene Eisdecke die Arbeit. Unser Entenbruthaus wurde an einer Eisenstange, die 50 bis 60 Zentimeter in den Teichboden gerammt wird, befestigt. Hierzu haben wir an den Boden unserer Bruthilfe eine zusätzliche ­Eisenstange geschraubt, die in die in den Teich gerammte geschoben wird.
Sie kann mit Hilfe einer Schraube, die durch ein Gewinde der äußeren Stange geschraubt wird, arretiert werden. Auf diese Art und Weise lässt sich die dickere Stange ohne Probleme (seitlich angeschweißter Keil) in den Teichboden schlagen. Die Eisenstange und die weit überstehende Grundplatte verhindern ein Eindringen von Ratten, die sich gerne an den Eiern gütlich tun. Die Länge der Eisenstange richtet sich nach den zu erwartenden Frühjahrshochwässern und der Beschaffenheit des Teichgrundes.

Je nach Wasserstandsschwankungen kann es nötig sein, das Bruthaus bis zu einem Meter über die Wasseroberfläche hinausragen zu lassen. Unsere im Folgenden beschriebene Nisthilfe kommt dem Sicherheitsbedürfnis der brütenden Ente entgegen. Die seitliche Lattung ermöglicht es der Ente, durch die offenen Zwischenräume zu äugen, sodass sie jeden sich annähernden Feind bemerkt. Gleichzeitig ermöglichen die Zwischenräume einen Temperaturausgleich im Innern und sorgen für die nötige Luftfeuchtigkeit.





Bauanleitung:
Wir beginnen den Bau der Entenbruthilfe mit dem Zurechtsägen der Grundplatten A. (Siehe Konstruktionszeichnung) Hierzu zeichnen wir auf eine 2,2 cm dicke Spanplatte einen Kreis mit dem Radius von 22 cm. Mithilfe einer Säge sägen wir diesen Kreis aus der Platte. Anschließend tragen wir mit dem Zirkel jeweils 19 cm auf dem Kreisbogen ab. Danach verbinden wir die Punkte (nacheinander) mit einer Geraden. Es entsteht eine siebeneckige Grundplatte auf der Spanplatte, die im Anschluss ausgesägt wird. Damit die später anzubringende Eisenstange nicht aus der Platte ausbrechen kann, schrauben wir ­eine weitere Grundplatte B (44x44x2,2 cm), die in unserem Fall aus zwei Brettern mit den Maßen 44x22x2,4 cm besteht, auf die Spanplatte A und sägen sie anschließend so ab, dass sie mit deren Seiten abschließt.
Im nächsten Schritt schrauben wir die sieben seitlich abgeschrägten Seitenbret­ter C (20x10x1,2 cm) auf die Seiten der Grundplatte. Als Dachträger benutzen wir sieben Kanthölzer D, die aus Dachlatten geschnitten werden. Diese 30 cm langen Träger schrauben wir in die Ecken der Seitenbretter. Die 6 cm breite Seite der Träger zeigt dabei zum Inneren des Bruthauses. Damit der Einstieg in das Haus ungehindert vonstatten geht, sägen wir aus dem Ständer D 1 und D 7 einen Sparren aus, der bis zur Mitte reicht. Die Auskerbung schließt oben und unten mit den Seitenbrettern C und E ab.
Nachdem die Dachträger verschraubt worden sind, beginnen wir mit dem Verkleiden der Seiten. Hierzu verwenden wir die Seitenbretter E (20x4x1,2 cm). Die an dem Einstieg anliegenden Bretter schrägen wir nur an einer Seite ab, alle ­anderen an beiden Seiten. Jeweils vier Seitenbretter verbinden zwei Dachträger im gleichen Abstand miteinander. Die Einstiegsseite wird zum Dach hin mit dem Brett F (20x5x1,2 cm) abgeschlossen. Das Dach G (56x56x2 cm) wird genau wie die Grundplatten A aus einem Kreis ausgesägt, der aber ­einen Radius von 28 cm hat. In unserem Fall handelt es sich dabei um eine Sperrholzplatte, die späterhin gestrichen wird. Nachdem wir die Dachplatte festgeschraubt haben, müssen wir noch das Einstiegsbrett H (50x19x2 cm) unterhalb des Einstieges an die Grundplatte schrauben, und zwar so, dass das Brett 35 cm unterhalb des Hauses hervorschaut.
Zum Abschluss befestigen wir noch das Rohr (60 cm lang, Durchmesser 3 cm), das an einem Flacheisen angeschweißt ist, an der Unter­seite der Grundplatte. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Halterung in der Mitte sitzt. Damit ist das Entenbruthaus fertiggestellt und kann mit einem Holzschutzmittel angestrichen werden.
Das fertige Entenbruthaus kann nun bequem mit dem Auto an den Teich gebracht werden. Das Anflugbrett zeigt beim Aufstellen nach Südosten. Da Enten kein Nestmaterial eintragen, polstern wir den Boden mit Grassoden und Schilf. Damit ist das Entenbruthaus bezugsfertig.