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Bauanleitung: Mobiler Ansitzschirm

Der Schirm lässt sich mühelos umsetzen.


Der transportable Schirm ist sowohl im Hoch- als auch im Niederwildrevier eine optimale Ergänzung zu den festen Ansitzeinrichtungen. Ob zur Jungfuchsbejagung, Wildschadensabwehr oder zur Blattzeit - Schirme lassen sich im Jagdrevier nicht nur schnell, sondern auch mit wenigen Handgriffen in die Umgebung einpassen. Beim Platzieren des Sitzes jedoch immer berücksichtigen: Um eine Gefährdung des Hinterlandes bei der Schussabgabe auszuschließen, brauchen wir für den Schirm immer ein kupiertes Gelände, was den natürlichen Kugelfang begünstigt (gewachsener Boden!). Wann immer der Jäger auf eine jagdliche Begebenheit sofort reagieren muss, kann er auf diese vorbereiteten „Notfallhelfer“ zurückgreifen. In der übrigen Zeit stehen Ansitzschirme wohl sortiert und Platz sparend als stille Reserve trocken und über viele Jahre haltbar unter Dach. Stabilität, eine sichere Gewehrauflage und bequeme Sitzgelegenheit sowie die Möglichkeit zur Tarnung sind Grundvoraussetzungen. Dabei muss der Schirm einfach und schnell zu bauen und leicht zu transportieren sein. All das erfüllt dieser Klappsitz, der von nur einem Jäger mühelos einige Hundert Meter getragen werden kann. Wenn Bedarf besteht, können selbst im kleinen Pkw-Anhänger mehrere zusammengeklappte Schirme transportiert und im Revier verteilt werden

Bauanleitung für den Ansitzschirm


  1. Ablängen der Hölzer auf der Kreissäge, alternativ mit Hand- oder Motorsäge (entsprechende Schutzausrüstung tragen!)
  2. Jeweils zwei Ständer verbinden wir oben bündig mit der Gewehrauflage und etwa 10-15 cm über dem Boden. Dies ermöglicht ein relativ wackelfreies Aufstellen auf drei ausgerichteten Punkten und verringert den direkten Bodenkontakt, was einem schnellen Faulen des Standes vorbeugt, wenn dieser am Einsatzort längere Zeit verbleiben soll.
  3. Die Sitzbrettaufleger werden auf der Innenseite der Schirmwände angebracht. Die genaue Fixierung in der Höhe richtet sich nach der Stärke der Sitzbretter, optimal ist ein Abstand Sitzbrettoberkante zu Gewehrauflage von 50 cm (bequeme Haltung im Anschlag unterschiedlich großer Personen und bequeme Sitzposition durch angenehme Abwinkelung der Knie).
  4. Die zwei Diagonalen werden in die Seitenteile exakt eingepasst (auf spiegelverkehrten Einbau achten!). Sie tragen wesentlich zur Stabilität des Standes bei.
  5. Jetzt werden die beiden spiegelverkehrt gefertigten Seitenteile auf die Außenseiten gelegt und im Inneren mit beiden Scharnieren/Klavierbändern verschraubt.
  6. Der bereits jetzt fertige Stand kann schon so als Schirmwand in Verbindung mit einem Sitzstock genutzt werden. Um ihn zu komplettieren, passen wir nun entweder ein breites oder zwei schmale Sitzbretter so ein - wie in der Detailaufnahme (rechts unten) ersichtlich -, dass zwei schräg fixierte Unterleghölzer es an die Sitzbrettauflage binden. So erhält der dreieckige Klappschirm seine optimale Stabilität.
  7. Für längere Ansitze benötigen wir eine Rückenlehne. Diese muss gegebenenfalls noch individuell eingeplant werden. Als Standplatz für diesen Schirm kann jedoch auch ein dickerer Baumstamm dienen (als Rückenlehne und ideales Element der Tarnung nach hinten).
  8. Vor Ort mit Fichtenzweigen, Schilfgras oder anderem ortsüblichen Material verblenden. Noch einfacher und schneller geht das Behängen mit einem hochwertigen Tarnnetz, das ein der Umgebung entsprechendes Tarnmuster aufweist. Fertig ist der Sitz!

Mittels Tarnnetz lässt sich der Schirm mit wenigen Handgriffen verblenden.


Wildmeister Matthias Meyer Als Berufsjäger leitet er den Jagdbetrieb in der Fürst zu Oettingen-Spielberg’schen Forstverwaltung in Oettingen/?Bayern. Er ist außerdem erfahrener Schweißhundeführer und langjähriger PIRSCH-Autor.
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