18.07.2011

Testkriterien für Zielfernrohre

Wie jüngst bei seinem großen Vergleichstest mit 56er Variozielfernrohren geht unser freier Mitarbeiter Roland Zeitler stets nach den von ihm so zusammengestellten Prüfkriterien vor. Optisch interessierte Jäger können diese - wenn auch eingeschränkt - für eigene Käufe von Neu- oder Gebrauchtgeräten als Prüfsteine nutzen.

Prüfung der Absehenverstellung.
Kenndaten: Messungen hinsichtlich Feststellung der tatsächlichen Vergrößerung und des wirksamen Objektivdurchmessers (Eintrittspupillendurchmesser).

Sehfeld: Messung des tatsächlichen Sehfeldes (kleinste/ größte Vergrößerung). Die Prüflinge sind hier nicht direkt vergleichbar, da sie unterschiedliche Vergrößerungsbereiche aufweisen.

Augenabstand: Ermitteln des Augenabstands für geringste und höchste Vergrößerung mittels Randstrahlenmethode. Werte sollten sich größtmöglich überlappen. Es ergibt sich immer ein Variobereich, in dem die Augenpupille bewegt werden kann. Aus den Werten werden Durchschnittswerte rechnerisch gebildet.

Absehen-Verstellbereiche: Ermitteln maximaler Verstellbereiche für Höhe und Seite.

Wiederholgenauigkeit Absehenverstellung: Das Absehen wurde jeweils 10 Klicks in jede Richtung verstellt und danach wieder 10 Klicks zurückgestellt. Angegeben ist die Wiederholgenauigkeit auf 100 Meter. Der Test wurde an einem Kollimator mit angeschlossener Videokamera vorgenommen.

Visierlinienversatz: Bei Absehen in der 2. Bildebene wurde geprüft, wie weit sich die Treffpunktlage beim Vergrößerungswechsel von der höchsten zur geringsten Vergrößerung verändert.

Abdeckmaße Fadenkreuz/ Punkt: Die Abdeckmaße wurden gemessen. Bei Absehen in der 2. Bildebene ändern sich die Abdeckmaße mit der Vergrößerung.

Auflösung Bildmitte: Die Schärfeleistung in der Bildmitte wurde in Bogensekunden gemäß DIN-ISO 14490-7 festgestellt. Je geringer der Wert, desto kleinere/ feinere Details kann man erkennen.

Randschärfe: Ermittelt am 'Siemensstern' ohne Hilfsfernrohr.

Falschlicht: In der Praxis wurde geprüft, ob bei seitlichem Licht (Mond/ Sonne) helle Schleier, Halbmonde oder Abschattungen auftraten. Der Falschlichtanteil wurde in Prozent gemäß DIN-ISO 14490-6 mit der 'Ulbricht-Kugel' ermittelt. Der Falschlichtanteil sollte nicht über fünf Prozent liegen. Er fließt in den Gesamtbildeindruck ein.

Lichtdurchlass (Transmission): Für Tag- und Nachtsehen wurde die Lichttransmission in Prozent gemessen gemäß DIN-ISO 14490-5. Für jedes Zielfernrohr wurde die Lichttransmission über den gesamten sichtbaren Spektralbereich aufgezeichnet.

Farblängsfehler: Sie beeinträchtigen genauso wie andere Bildfehler (Koma, Astigmatismus, Kontrast) die Bildqualität und die Detailerkennbarkeit, vor allem unter schwierigen Lichtbedingungen. Die Farblängsfehler wurden immer mit zwölffacher bzw. höchster Vergrößerung (falls maximale Vergrößerung unter zwölffach) in Dioptrien gemessen. Je niedriger die Abweichung (der Wert), desto geringer der Farblängsfehler.

Kontrast: Ein sehr wichtiger Wert in Verbindung mit Lichttransmission und Bildfehlern. Nur bei hohem Kontrast ist auch unter schwierigen Lichtbedingungen sowie nachts bei geringstem Restlicht eine Detailerkennbarkeit gegeben. Etwa ob man gut Wild vor dunkler Dickung erkennt. Der Kontrast wurde deshalb mehrfach geprüft:
 
1) In der Praxis in der Dämmerung sowie bei Nacht mit seitlichem Mondlicht am abgeschatteten Kirrungsplatz.

2) Subjektive Kontrastermittlung am 'Siemensstern' bei höchster Vergrößerung mithilfe einer Kollimatorlinse (9,12 m Brennweite) und einem sechsfachen Hilfsfernrohr.
 
3) Mit MTF (Modulation Transfer Function) Methode nach DIN-ISO 9336-3. Hier wurde die Intensität von Punktbildern beurteilt. Als Wert wurde die Fläche unter MTF-Kurve im Verhältnis zum Beugungslimit angegeben.   Bei der Ermittlung wird ein künstlicher Stern (Bildmitte monochromatisch 550 nm) über einen Parabolkollimator (farbfehlerfrei) auf einen Umlenkspiegel geleitet und geht danach durch das Zielfernrohr. Es entsteht ein Luftbild mittels Dekollimationslinse (= reelles Bild), das vergrößert auf eine CCD-Camera trifft und per Videoanlage sichtbar wird. Je höher die angegebenen Werte (einmal für maximalen Austrittspupillendurchmesser und einmal für 70 Prozent des Austrittspupillendurchmessers) desto besser. Je höher die Vergrößerung ist, desto aufwändiger ist es, eine hohe Kontrastleistung zu realisieren. Bei diesem Verfahren wurden von jedem Zielfernrohr Punktbilder (Punktverwaschung, Linien Spread Funktion) aufgenommen.

Schussfestigkeit: Sie wurde mit vier Schocks per Gummihammer quer zur optischen Achse ca. 200 g/1 ms (vorderer Mittelrohrbereich) geprüft, wie das in der Qualitätskontrolle üblich ist. Weiterhin wurde ein Schusstest (10 Schuss) mit der .340 Wby. Mag. (ca. 1800 G) durchgeführt. Ein erheblicher seitlicher Schlagtest, der den Fall eines Zielfernrohrs von einem niedrigen Hochsitz simuliert, wurde ebenfalls durchgeführt. Er übersteigt bei Weitem die Belastung des Zielfernrohrs, wie sie bei einem Schuss mit sehr starken Kalibern auftritt.

Dichtheit: 3-stündiges Wasserbad in 1 m Tiefe

Funktionstest: Bei -20 Grad Celsius

Praxis: Reviererfahrungen durch verschiedene Jäger.                                                    SYS


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Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

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