13.04.2015 | Brandenburg

Was ist noch wolfssicher?

Wie jetzt bekannt wurde, haben Ende März Wölfe eine doppelt gesicherte Nutztierherde im Landkreis Oder-Spree attackiert. Die Schafe blieben dabei verschont, doch nicht deren Beschützer...

Deutlich gezeichnet: Einer der zwei durch Wölfe verletzten Hütehunde.
Erst gestern schlugen sie wieder zu. Elf Schafe fielen den Raubtieren zum Opfer. Doch spätestens seit dem 20. März werden wohl 'geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Wolfsrissen' mehr denn je in Frage gestellt. Der Schäfer Maik Östreich aus Görzig berichtet, dass Wölfe durch den Wolfsschnutzzaun seiner Schafe gedrungen seien und zwei seiner Herdenschutzhunde (Pyrenäische Berghunde) verletzt haben. Die Grauhunde seien in der Nacht zu der Koppel am Ortsrand gelangt und hätten sich unter dem Zaun durchgegraben. Letzterer galt übrigens als wolfssicher und wurde mithilfe von Fördermitteln angeschafft. Schafe seien bei diesem Angriff nicht zu Schaden gekommen, dafür trugen die Hunde Verletzungen am Kopf und Vorderlauf davon. Schon vier Wochen zuvor hatten Wölfe 20 von Östreichs Schafen gerissen. Insgesamt sind es nun also 31 Risse, die diese Herde verzeichnet. Warum die Herdenhüter die aktuellste Attacke nicht verhinderten, ist unklar.
Ebenfalls mit einem vermeintlichen Wolfsangriff beschäftigt sich derzeit das niedersächsische Umweltministerium. Ein Jäger aus Boitze bei Lüneburg hatte angegeben, nach einem nächtlichen Sauansitz am Ostersamstag von Isegrim angegriffen worden zu sein. Nur der Warnschuss aus seiner mitgeführten Kurzwaffe habe ihm das Leben gerettet. 'Es gibt keinen Grund, an dem Bericht zu zweifeln', sagte eine Ministeriumssprecherin laut dpa. Das Ministerium lässt den Fall durch Wolfsexperten und Polizei weiter untersuchen.
EM/BS
 

Aktualisierung:

Medienberichten zu Folge soll gestern ein Wolf bei Fuhrberg (Region Hannover) den Hund einer Spaziergängerin attackiert und verletzt haben. 'Noch ist diesbezüglich nichts sicher', sagte Wolfsberater Helge Stummeyer im Gespräch mit der Redaktion. Zwar gebe es dort Wölfe, ob der Übergriff aber tatsächlich von einem Artvertreter ausging, sei derzeit noch unklar, so der Experte. Diesbezüglich werde die Hundesitzerin, deren Name geschützt bleiben soll, heute befragt...
MH




KOMMENTAR ARCHIVIEREN DRUCKEN _______________________________________

Kommentare

Sie können diesen Artikel kommentieren und mit jagderleben.de-Lesern und der Redaktion über das Thema diskutieren. Zum Kommentieren bitte anmelden.



Anzeige
JAGDWETTER
Deutschland Österreich Schweiz Wetter Mondlicht Österreich Mondlicht Deutschland Mondlicht Schweiz Aussichten für Deutschland, Österreich und die Schweiz - reviergenau, tagesaktuell Deutschland Österreich Schweiz 20° 19° 19°
Anzeige
Anzeige
BILDERSERIEN

21. unsere-Jagd-Schießen

Heiko Gust (l.) gewann den Hauptpreis - ein Leica Geovid 8 x 56 HD-R (Wert: 2800 Euro). Matthias Dunkel (r.) von Leica gratulierte. Foto: FS Die beste Mannschaft (v. l. n. r. Sebastina Hey, Gerhard Weinrich, Kai Weinrich) kam in diesem Jahr aus dem Eichsfeld. Der Preis: je 250 Schuss Trap-Munition der Marke Rottweil. Foto: FS Jger im Glck: Martin Duft (l.) gewann bei der Verlosung die Mauser M 12 MAX im Wert von 1895 Euro. Max Seigerschmidt von Mauser Jagdwaffen berreichte ihm den fhrigen Repetierer. Foto: FS Die beste Dame war an diesem Tag Silvia Diekmann. Ihr Gewinn: ein Burris-Fernglas fr die Bockjagd. Foto: FS Auf dem 200-Meter-Stand: Liegt die Gams im Feuer? Foto: CS Heies Eisen: Auf der 200-Meter-Bahn. Foto: CS Volle Spannung: Gesamtsieger Cord Beckmann. Foto: FS Der uJ-Keiler war auch in diesem Jahr fr viele Teilnehmer die groe Angstdiszilpin. Foto: FS Getroffen? Ein Blick durchs Zielfernrohr soll Gewissheit bringen. Foto: CS Knapp daneben: Der uJ-Keiler gilt nicht umsonst als groer Angstgegner. Foto: FS Im Sponsoren-Pavillon war immer etwas los. Foto: CS Gute Kombination: Evo Grenn von RWS und die Mauser M12 MAX mit Lochschaft. Foto: FS Luft: Zwei Praktiker testen den Schlossgang einer Mauser. Foto: CS Grne Bohnen: Auf die Bockscheibe (100 m) wurde in diesem Jahr mit der Evo Green geschossen. Foto: CS Gute Entscheidung: Beim Schieen mit dem Flintenlaufgeschoss setzten viel Schtzen auf Kombinierte mit Zielfernrohr. Foto: CS Drei Mal eine Zehn: Mehr Punkte waren bei der Mauser-Disziplin nicht mglich. Foto: FS

Jagd in den Donauauen

Franz Josef Kovacs ist Nationalparkfrster und zustndig fr Waldbau und Artenschutz. Foto: Martin Weber Um die Schtzen anzustellen, musste erstmal im Gnsemarsch der Altarm berwunden werden. Foto: Martin Weber Um die Schtzen anzustellen, musste erstmal im Gnsemarsch der Altarm berwunden werden. Foto: Martin Weber Von der Donau angeschwemmt oder Zeuge eines Angelausflugs? Foto: Martin Weber Dort hinten habe er das Hirschkalb beschossen, weist der Jger die Durchgeher ein. Foto: Martin Weber Stangengewirr im Stangenmeer: Hirsche durften unbeschossen ziehen. Foto: Martin Weber Immer tiefer geht es fr Schtzen und Hundefhrer ber Stock in Stein in die Au hinein. Foto: Martin Weber Herrmann Bauer ist der Zuchtwart im sterreichischen Deutsch Langhaar Klub. Foto: Martin Weber Durchgehen, Koordinieren - und Aufbrechen muss Franz Josef whrend der Jagd auch gleich noch. Foto: Martin Weber Durchgeher, Jagdleiter - und Aufbrechen muss Franz whrend der Jagd auch gleich noch. Foto: Martin Weber Trotz nur wenige Grade ber Null: Es wird jede Abkhlmglichkeit genutzt. Foto: Martin Weber Whrend einer kurzen Aufbrechpause gnnen sich die Langhaar die (augenscheinlich) ntige Erholung. Foto: Martin Weber Ein stiller Zeuge von Jagderfolg liegt im Schilf... Foto: Martin Weber Geborgen wird mit einer Pferdestrke. Foto: Martin Weber Kraft pur: Wutzi fetzt zurck in die Au, um die nchsten Stcke Wild zu holen. Foto: Martin Weber Sauen und Hirsche haben sich ein wahres Straennetz durch das Schilf gelaufen. Foto: Martin Weber Den Wildreichtum der Au zeigen die starken Wechsel. Foto: Martin Weber Bei Kovacs Waffe trifft Klassik (Steyr) Moderne (Zeiss Reflexvisier). Foto: Martin Weber Pure Kraft: Die Hochwasser der Donau haben Spuren hinterlassen und in diesem jetzt trocken gefallenem Altarm Bume wie Spielzeug bereinander geworfen. Foto: Martin Weber

Flintenschießen für Jägerinnen

Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ Foto: NJ
JOBS DER WOCHE
Alle Stellenangebote anzeigen
BRANCHENBUCH