01.02.2012 | Nahrungsmangel
Wölfe attackieren Menschen
In einer kleinen russischen Stadt nahe der Grenze zu Finnland hat ein Wolfsrudel Jagd auf Fußgänger gemacht. Zwei Tiere wurden von Polizisten in einem Hinterhof im Zentrum der 12 000 Einwohner Ortschaft Pitkjaranta getötet, nachdem ein verängstigter Mann einen Notruf bei den Ordnungshütern absetzte. Zuvor hatten die beiden Wölfe die eintreffenden Beamten angegriffen.
Das ist bereits die zweite Meldung von Wolfsangriffen auf Passanten in bewohnten Gebieten, die die Redaktion erreicht. Seit Mitte Januar belagern mindestens zwei Wolfsrudel eine Kleinstadt im Ural. Jede Nacht suchen die Tiere in den Vororten Werchojansk nach Nahrung und greifen Wachhunde und Menschen an. Da die Einheimischen sich fürchten ihre Behausungen zu verlassen, patrouillieren Polizisten und Jäger seitdem rund um die Uhr die Straßen. Russische Wolfsexperten vermuten, dass die Wölfe wegen des extremen Frostes nicht ausreichend Nahrung in den Wäldern finden. Eine effektive Lösung für das Problem wurde noch nicht gefunden, wie die staatliche Rundfunkgesellschaft 'Stimme Russlands' berichtet. BS
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