08.03.2016 | Urteil

Sauen-Schutz Vermieter-Sache?

Vor dem Landgericht Berlin klagte ein Mieter, weil er sich unzureichend vor Schwarzwild geschützt sah. Nun das Urteil.

Schwarzwild im Garten (Symbolbild).
Der Bewohner eines in Waldnähe gelegenen Mietshauses wollte nicht länger Wildschweine in seinem Garten dulden. Selbstständig zog er einen Elektrozaun und minderte seine Miete, berichtet die 'WAZ'. Weiter forderte er seinen Vermieter auf, die alte Einzäunung des Grundstücks zu reparieren oder zu erneuern. Nachdem nichts geschah, zog er vor Gericht.
Erstinstanzlich hatte er noch das Nachsehen. Das Amtsgericht Wedding sah nämlich keinen Mietmangel als gegeben, wenn Wildschweine im Garten wüten. Die nächste Runde ging jedoch anders aus. Vermieter müssen demnach durch geeignete Maßnahmen (zum Beispiel Zaunbau) ihre Mieter vor Schwarzkitteln schützen, so das Urteil des Landgerichts Berlin (Az.: 67 S 65/14). Ebenso hielt der Richter eine Mietminderung von zehn bis 20 Prozent für angemessen.
BS/dpa
 



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