20.02.2008

Enten-Wohnung preisgünstig

Frisch angelegte Teiche und Tümpel bieten in der ersten Zeit nach ihrem Entstehen wenig Deckung und Brutmöglichkeiten für unsere heimischen Enten. Will man sie von Anfang an an die neu entstandenen Wasserflächen binden, ist das Aufstellen von Entenbruthäusern eine geeignete Maßnahme.

Das Entenbruthaus am Bestimmungsort. (Foto: J. Rahn)
Mit zunehmender natürlicher Vegetation werden Teiche für die Enten immer unattraktiver. Will man einer schnelleren Begrünung nachhelfen, ist eine Bepflanzung mit Erlen, Weiden etc. sinnvoll.
Bedingt durch die frühe ­Legezeit der Enten und die noch spärliche Begrünung können die Bruthäuser aber auch an bereits seit Jahren bestehenden Teichen aufgestellt werden. Der Schutz der gerade im Wachstum begriffenen Pflanzen, wie zum Beispiel Rohrkolben und Schilf, ist oft noch nicht ausreichend, um die Gelege vor den Fressfeinden zu schützen. Zusätzliche Brutplätze können durch das Aufschichten von Reisighaufen aus den auf den Stock gesetzten Büschen und Bäumen geschaffen werden. Alte Weiden, Erlen und Pappeln in Ufernähe bieten mit ihren Baumhöhlen, insbesondere für die Stockenten, natürliche Brutplätze und sollten daher nicht gefällt werden.



Sonstiges Material: Säge, Akkuschrauber, Zollstock, Schweißgerät, Holzkreide, Wasserwaage, Schrauben, Holzschutzmittel, Pinsel, als Aufstellungsvorrichtung zwei Eisenrohre, die ineinander passen, 1 Flacheisen (Zeichnung: J. Rahn)
Da die Enten ihren Brutplatz sehr zeitig im Frühjahr aufsuchen, muss das Häuschen im Spätherbst bei niedrigen Wasserständen oder im Winter bei Eis aufgestellt sein. Im Herbst empfiehlt sich der Einsatz einer Wathose, im Winter erleichtert eine geschlossene Eisdecke die Arbeit. Unser Entenbruthaus wurde an einer Eisenstange, die 50 bis 60 Zentimeter in den Teichboden gerammt wird, befestigt. Hierzu haben wir an den Boden unserer Bruthilfe eine zusätzliche ­Eisenstange geschraubt, die in die in den Teich gerammte geschoben wird.
Sie kann mit Hilfe einer Schraube, die durch ein Gewinde der äußeren Stange geschraubt wird, arretiert werden. Auf diese Art und Weise lässt sich die dickere Stange ohne Probleme (seitlich angeschweißter Keil) in den Teichboden schlagen. Die Eisenstange und die weit überstehende Grundplatte verhindern ein Eindringen von Ratten, die sich gerne an den Eiern gütlich tun. Die Länge der Eisenstange richtet sich nach den zu erwartenden Frühjahrshochwässern und der Beschaffenheit des Teichgrundes.
 
Je nach Wasserstandsschwankungen kann es nötig sein, das Bruthaus bis zu einem Meter über die Wasseroberfläche hinausragen zu lassen. Unsere im Folgenden beschriebene Nisthilfe kommt dem Sicherheitsbedürfnis der brütenden Ente entgegen. Die seitliche Lattung ermöglicht es der Ente, durch die offenen Zwischenräume zu äugen, sodass sie jeden sich annähernden Feind bemerkt. Gleichzeitig ermöglichen die Zwischenräume einen Temperaturausgleich im Innern und sorgen für die nötige Luftfeuchtigkeit.


(Fotos: J. Rahn)

Bauanleitung:
Wir beginnen den Bau der Entenbruthilfe mit dem Zurechtsägen der Grundplatten A. (Siehe Konstruktionszeichnung) Hierzu zeichnen wir auf eine 2,2 cm dicke Spanplatte einen Kreis mit dem Radius von 22 cm. Mithilfe einer Säge sägen wir diesen Kreis aus der Platte. Anschließend tragen wir mit dem Zirkel jeweils 19 cm auf dem Kreisbogen ab. Danach verbinden wir die Punkte (nacheinander) mit einer Geraden. Es entsteht eine siebeneckige Grundplatte auf der Spanplatte, die im Anschluss ausgesägt wird. Damit die später anzubringende Eisenstange nicht aus der Platte ausbrechen kann, schrauben wir ­eine weitere Grundplatte B (44x44x2,2 cm), die in unserem Fall aus zwei Brettern mit den Maßen 44x22x2,4 cm besteht, auf die Spanplatte A und sägen sie anschließend so ab, dass sie mit deren Seiten abschließt.
Im nächsten Schritt schrauben wir die sieben seitlich abgeschrägten Seitenbret­ter C (20x10x1,2 cm) auf die Seiten der Grundplatte. Als Dachträger benutzen wir sieben Kanthölzer D, die aus Dachlatten geschnitten werden. Diese 30 cm langen Träger schrauben wir in die Ecken der Seitenbretter. Die 6 cm breite Seite der Träger zeigt dabei zum Inneren des Bruthauses. Damit der Einstieg in das Haus ungehindert vonstatten geht, sägen wir aus dem Ständer D 1 und D 7 einen Sparren aus, der bis zur Mitte reicht. Die Auskerbung schließt oben und unten mit den Seitenbrettern C und E ab.
Nachdem die Dachträger verschraubt worden sind, beginnen wir mit dem Verkleiden der Seiten. Hierzu verwenden wir die Seitenbretter E (20x4x1,2 cm). Die an dem Einstieg anliegenden Bretter schrägen wir nur an einer Seite ab, alle ­anderen an beiden Seiten. Jeweils vier Seitenbretter verbinden zwei Dachträger im gleichen Abstand miteinander. Die Einstiegsseite wird zum Dach hin mit dem Brett F (20x5x1,2 cm) abgeschlossen. Das Dach G (56x56x2 cm) wird genau wie die Grundplatten A aus einem Kreis ausgesägt, der aber ­einen Radius von 28 cm hat. In unserem Fall handelt es sich dabei um eine Sperrholzplatte, die späterhin gestrichen wird. Nachdem wir die Dachplatte festgeschraubt haben, müssen wir noch das Einstiegsbrett H (50x19x2 cm) unterhalb des Einstieges an die Grundplatte schrauben, und zwar so, dass das Brett 35 cm unterhalb des Hauses hervorschaut.
Zum Abschluss befestigen wir noch das Rohr (60 cm lang, Durchmesser 3 cm), das an einem Flacheisen angeschweißt ist, an der Unter­seite der Grundplatte. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Halterung in der Mitte sitzt. Damit ist das Entenbruthaus fertiggestellt und kann mit einem Holzschutzmittel angestrichen werden.
Das fertige Entenbruthaus kann nun bequem mit dem Auto an den Teich gebracht werden. Das Anflugbrett zeigt beim Aufstellen nach Südosten. Da Enten kein Nestmaterial eintragen, polstern wir den Boden mit Grassoden und Schilf. Damit ist das Entenbruthaus bezugsfertig.



KOMMENTAR VERSENDEN ARCHIVIEREN DRUCKEN _______________________________________

Kommentare

Sie können diesen Artikel kommentieren und mit jagderleben.de-Lesern und der Redaktion über das Thema diskutieren. Zum Kommentieren bitte anmelden.

Kommentare

08. Juli 2010 um 21:40 Uhr | von flo

Bick in die USA

Hallo an alle, Eine weitere möglichkeit unseren Enten bei Ihrer Brut unter die Arme zu greifen ist auf der Seite: http://www.deltawaterfowl.org/henhouses/build.php in mehreren Videos sehr gut zu sehen. Aus meiner Sicht ist es eine sehr leichte Bauart die in Deutschland auch eingesetzt werden sollte. Viel Erfolg beim nachbauen




Anzeige
IHR JAGDERLEBEN
Sie können diese Seite ganz einfach an Ihre Bedürfnisse anpassen. Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, brauchen Sie sich nur zu registrieren.
 
 
BILDERSERIEN

Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

Weltmeisterschaft der Präparatoren

Afrika pur: Alter Kaffernbffel mit Madenhacker. Foto: Bettina Diercks 
Heimisch: Neben zahlreichen Exoten wurden auch Rehbcke und Schwarzwild ausgestellt. Foto: Bettina Diercks Diebischer Rotrock: Reineke hat sich einen Fasanenhenne gegriffen. Foto: Bettina Diercks Jury im Einsatz: Beim Bewerten wurde ganz genau hingesehen und jeder noch so kleine Fehler notiert. Foto: Bettina Diercks Besser gehts nicht: Robert Stein aus Berlin wurde mit seinem Kea nicht nur Weltmeister, sondern erhielt auch die Auszeichnung Best of Show. Foto: Bettina Diercks Dynamisch: Fr den Rehbock gibt es kein Entkommen. Foto: Bettina Diercks Klein und zerbrechlich: Mit diesem Nasenbr gewann Jan Panninger den Weltmeistertitel in der Kategorie Kleine Sugetiere. Foto: Bettina Diercks Steppenpavian: Mit ihm gewann der Ungar Laszlo Bago den Weltmeistertitel (Kleine-mittlere Kopfschultermontagen). Foto: Bettina Diercks Echter Hingucker: Schleiereule auf dem Dachboden einer Scheune. Foto: Bettina Diercks Weltmeisterlich: Die Spitzmauskarawane von Christian Blumenstein. Foto: Bettina Diercks Blick in die Salzburgarena: Hier trafen sich Spitzmaus, Falke und Gorilla. Foto: Bettina Diercks Auge in Auge: kritisch beugen Fruchttaube und Haselhahn die Bewertungsbgen. Foto: Bettina Diercks Gut getroffen: Isegrim greift einen Moschusochsen an. Foto: Bettina Diercks