20.02.2008
Enten-Wohnung preisgünstig
Frisch angelegte Teiche und Tümpel bieten in der ersten Zeit nach ihrem Entstehen wenig Deckung und Brutmöglichkeiten für unsere heimischen Enten. Will man sie von Anfang an an die neu entstandenen Wasserflächen binden, ist das Aufstellen von Entenbruthäusern eine geeignete Maßnahme.
Bedingt durch die frühe Legezeit der Enten und die noch spärliche Begrünung können die Bruthäuser aber auch an bereits seit Jahren bestehenden Teichen aufgestellt werden. Der Schutz der gerade im Wachstum begriffenen Pflanzen, wie zum Beispiel Rohrkolben und Schilf, ist oft noch nicht ausreichend, um die Gelege vor den Fressfeinden zu schützen. Zusätzliche Brutplätze können durch das Aufschichten von Reisighaufen aus den auf den Stock gesetzten Büschen und Bäumen geschaffen werden. Alte Weiden, Erlen und Pappeln in Ufernähe bieten mit ihren Baumhöhlen, insbesondere für die Stockenten, natürliche Brutplätze und sollten daher nicht gefällt werden.
Im nächsten Schritt schrauben wir die sieben seitlich abgeschrägten Seitenbretter C (20x10x1,2 cm) auf die Seiten der Grundplatte. Als Dachträger benutzen wir sieben Kanthölzer D, die aus Dachlatten geschnitten werden. Diese 30 cm langen Träger schrauben wir in die Ecken der Seitenbretter. Die 6 cm breite Seite der Träger zeigt dabei zum Inneren des Bruthauses. Damit der Einstieg in das Haus ungehindert vonstatten geht, sägen wir aus dem Ständer D 1 und D 7 einen Sparren aus, der bis zur Mitte reicht. Die Auskerbung schließt oben und unten mit den Seitenbrettern C und E ab.
Nachdem die Dachträger verschraubt worden sind, beginnen wir mit dem Verkleiden der Seiten. Hierzu verwenden wir die Seitenbretter E (20x4x1,2 cm). Die an dem Einstieg anliegenden Bretter schrägen wir nur an einer Seite ab, alle anderen an beiden Seiten. Jeweils vier Seitenbretter verbinden zwei Dachträger im gleichen Abstand miteinander. Die Einstiegsseite wird zum Dach hin mit dem Brett F (20x5x1,2 cm) abgeschlossen. Das Dach G (56x56x2 cm) wird genau wie die Grundplatten A aus einem Kreis ausgesägt, der aber einen Radius von 28 cm hat. In unserem Fall handelt es sich dabei um eine Sperrholzplatte, die späterhin gestrichen wird. Nachdem wir die Dachplatte festgeschraubt haben, müssen wir noch das Einstiegsbrett H (50x19x2 cm) unterhalb des Einstieges an die Grundplatte schrauben, und zwar so, dass das Brett 35 cm unterhalb des Hauses hervorschaut.
Zum Abschluss befestigen wir noch das Rohr (60 cm lang, Durchmesser 3 cm), das an einem Flacheisen angeschweißt ist, an der Unterseite der Grundplatte. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Halterung in der Mitte sitzt. Damit ist das Entenbruthaus fertiggestellt und kann mit einem Holzschutzmittel angestrichen werden.
Das fertige Entenbruthaus kann nun bequem mit dem Auto an den Teich gebracht werden. Das Anflugbrett zeigt beim Aufstellen nach Südosten. Da Enten kein Nestmaterial eintragen, polstern wir den Boden mit Grassoden und Schilf. Damit ist das Entenbruthaus bezugsfertig.
Kommentare
Sie können diesen Artikel kommentieren und mit jagderleben.de-Lesern und der Redaktion über das Thema diskutieren. Zum Kommentieren bitte anmelden.
08. Juli 2010 um 21:40 Uhr | von flo
Bick in die USA
Hallo an alle, Eine weitere möglichkeit unseren Enten bei Ihrer Brut unter die Arme zu greifen ist auf der Seite: http://www.deltawaterfowl.org/henhouses/build.php in mehreren Videos sehr gut zu sehen. Aus meiner Sicht ist es eine sehr leichte Bauart die in Deutschland auch eingesetzt werden sollte. Viel Erfolg beim nachbauen










































































