12.03.2016 | Forschungs-Projekt fruchtet

Rostocker Sauen-Task-Force

Biologen der Universität Rostock erforschen das Verhalten von Wildschweinen. Suchen, fangen und dann jagen. So gelingt es den Experten Brennpunkte schweinefrei zu bekommen.

Sauen-Forscher Zoller mit einer batäubten und besenderten Bache.
Deutschlandweit bekommt der Wildbiologe und Jäger Dr. Hinrich Zoller Anfragen zu seiner Arbeit. Bereits seit 2012 ist er im Einsatz um Wildschäden von Schwarzwild zu verhindern. Damals wurde er vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und von der Rostocker Stadtverwaltung beauftragt, ein wissenschaftliches Abwehrprogramm zu entwickeln. Dies gelingt ihm auch, denn seit zwei Jahren gelten die Ortskerne Markgrafenheide und Hohe Düne 'wildschweinfrei'.
Dazu fing er zunächst einige Stücke in Lebendfallen. Diese wurden betäubt und mit Sendern ausgestattet. Dadurch kannte Zoller die Tageseinstände des Wildes, um es so gezielt zu bejagen. Es seien vor allem die Bachen, die immer wieder an die gleichen Plätze zurückkehren und dieses Ritual an ihre Frischlinge weitergeben. Deshalb sei bei der Jagd zur Gefahrenabwehr der Bachenabschuss unabdingbar, sobald der Nachwuchs ein Lebendgewicht von etwa 30 Kilogramm hat. In den Rostocker Gebieten schossen Zoller und ein Mitjäger 13 adulte Bachen, die ein Durchschnittsalter von über sieben Jahren aufwiesen. Einen Teil davon konnten sie nur mit Hilfe von Nachtsichttechnik erlegen. 'Durch den mehrfachen Verlust von eigenen Frischlingen werden sie extrem heimlich und wissen genau, bei welchem Licht Gefahr droht', so Zoller gegenüber jagderleben. Sind die Bachen geschossen, klappt es auch mit den Frischlingen.
Der nächste Einsatzort der Spezialisten liegt im Freistaat Sachsen. Zunächst sollen die jagenden Forscher in drei schadensträchtigen Gebieten einem Sauen-Problem Herr werden. Aufgrund der stetig wachsenden Schwarzwildbestände wird das Interesse an Zoller wohl weiter wachsen. Auch in Bezug auf die Gefahr vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest.
BS
 



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Kommentare

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Kommentare

13. März 2016 um 09:46 Uhr | von KoelnerJaeger

Bachen schießen?

Wie ist der Satz 'Sind die Bachen geschossen, klappt es auch mit den Frischlingen.' zu verstehen? Werden hier tatsächlich führende Bachen erlegt?


14. März 2016 um 09:40 Uhr | von jagderleben.de

Re: Bachen schießen?

Hallo KoelnerJaeger, grundsätzlich machte Herr Dr. Zoller immer wieder deutlich, dass es sich bei seiner Abreit nicht um 'Jagd' im eigentlichen Sinne handelt. Vielmehr wird er offiziell für Gefahrenabwehr beauftragt. Dafür gibt es im Vorfeld einige Ausnahmegenehmigungen einzuholen, wie z.B. Jagen in befriedetem Bezirk, Lebendfallen für Sauen, etc. Und ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass Dr. Zoller und sein Team irgendwelche Gesetze missachtet. Mit freundlichen Grüßen, Benedikt Schwenen, Redakteur jagderleben


25. April 2016 um 14:36 Uhr | von der Jagende

Keine Kunst

.....jedes Schwein zu töten ist nichts wissenschaftliches und auch keine Kunst wenn jede Hilfe (Nachtzieltechnik und Schalldämpfer) erlaubt und von anderen bezahlt wird. 'Sind die Bachen geschossen, klappt es auch mit den Frischlingen.' Das sagt einiges.......




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