12.11.2010
Waldbewohner oder Stubentiger?
Die Wildkatze kommt in Deutschland in freier Wildbahn in verschiedenen Regionen vor. Für Jägerinnen und Jäger ergibt sich daraus die Notwendigkeit, Wildkatzen als solche erkennen und sicher von Hauskatzen unterscheiden zu können. Anhand bestimmter Merkmale ist dies gut möglich.
In Deutschland überlebte die Wildkatze an verschiedenen Stellen. Aktuell scheint sich die Population sogar auszubreiten, bzw. es gelingen mehr und mehr Nachweise, dass Wildkatzen in für sie geeignet erscheinenden Habitaten auch tatsächlich vorkommen (Ein großer Bericht dazu findet sich in PIRSCH 22/2010, Erscheinungstag: 17. November).
Es gibt
einen östlichen und westlichen Schwerpunkt des Vorkommens, wobei die
westliche Population mit der in Frankreich und Belgien in Verbindung
steht, sich aber genetisch etwas unterscheidet.
Der Nachweis von
Wildkatzen in mehr und mehr Gebieten geht sicherlich auch auf die
verstärkten Aktivitäten in allen Bundesländern zum Nachweis und dem Schutz
der Art einher, das heißt es werden vermutlich auch schon länger
existierende Vorkommen aufgespürt.
Für Jägerinnen und Jäger ergibt sich daraus verstärkt die Notwendigkeit, Wildkatzen als solche erkennen zu und sicher von ähnlichfarbenen Hauskatzen unterscheiden zu können. Hier die wichtigsten Merkmale:
Hauskatze![]() | Wildkatze![]() | |
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Körperbau: Schlank, Läufe wirken lang und dünn
Fell: kürzere Haare
Fellfarbe: große Bandbreite der grau bis beige Färbung, wirkt glänzend
Fellmuster: am Körper kräftigere, klarere Musterung, meist mehr getigert
Gewicht: variabel, kann deutlich schwerer als 5 Kilogramm sein oder leichter, weniger starke jahreszeitliche Schwankung |
Körperbau: gedrungener, plumper, Läufe wirken stämmiger und kürzer
Fell: längere Haare, seidig
Fellfarbe: gelblichgraues Fell, heller Kehlfleck scharf abgegrenzt - aber nicht immer vorhanden
Fellmuster: immer streifig gezeichnet, aber verwischt
Gewicht: im Durchschnitt 5 Kilogramm, starke jahreszeitliche Schwankung
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Kopf: Schädel zarter und langgestreckter, schmalerer Fang, Nasenspiegel oft dunkel, Gehöre wirken größer
Nackenzeichnung: wenn dunkle Streifen vorhanden, verschwimmen diese eher
Stimme: heller und höher
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Kopf: wuchtiger Schädel und größerer Fang, Nasenspiegel hell, Gehöre wirken kürzer
Nackenzeichnung: am Hinterkopf und Nacken deutlich abgesetzte 4-5 dunkle Streifen
Stimme: dunkler und tiefer | |
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Aalstrich: wenn vorhanden, zieht sich der Aalstrich meist auf den Schwanz, zum Teil bis zur Schwanzwurzel
Schwanzform: Schwanz kürzer, spitzendig, wirkt dünner, da kürzere Haare
Schwanzmusterung: große Bandbreite der Musterung, wenn geringelt, dann ist Musterung oft verwischt, höchstens Schwanzspitze dunkel und ein dunkler Ring deutlich abgesetzt, Färbung eher silbergrau statt schwarz |
Aalstrich: endet meist scharf an der Schwarzwurzel, nie bis zur Schwanzspitze
Schwanzform: Schwanz hat mindestens halbe Körperlänge, stumpfendig, buschig behaart
Schwanzmusterung: mindestens 3 dunkle Ringe, scharf abgegrenzt von hellen Ringen, schwarze Schwanzspitze
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Literatur zum Thema Wildkatze:
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Kommentare
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Kommentare
17. November 2010 um 20:26 Uhr | von 202
Waldbewohner oder Stubentiger
Eine wirklich gelungene Dokumentation, welche die Unterschiede deutlich hervor hebt.
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