13.11.2009
Rebhühner im Abschwung!
Die Landesjägerschaft Niedersachsen hatte vor 18 Jahren die Wildbiologen der Tierärztlichen Hochschule Hannover damit beauftragt die Entwicklung der Rebhuhn Populationen im 'Niederwild-Land' Niedersachsen langfristig zu beobachten.
Die daraus entstandene 'Wildtiererfassung' (WTE), die aus Jagdabgabemitteln des Landes Niedersachsen gefördert wird, kann heute Bestandestrends detailliert nachweisen und frühzeitig Empfehlungen geben. Dr. Egbert Strauß stellt die aktuellen Ergebnisse vor: ' Nach den stabilen Besätzen in den letzten zehn Jahren weisen die Schätzungen auf einen erneuten Besatzrückgang beim Rebhuhn hin.'
Ausgehend von einem massiven Bestandseinbruch, verursacht durch äußerst ungünstige Witterungsverhältnisse in den Sommermonaten der Jahre 1978 und 1979 und extremen Schneelagen in den Wintern 1978/79 und 1979/80, erholte sich der Bestand bis heute nicht mehr. Die Jagdstrecke in Niedersachsen fiel von rund 70.000 erlegten Feldhühnern in 1970er Jahren innerhalb von zwei Jahren auf rund 5.000 Hühnern in den 1980er Jahren ab. Ende der 1980er Jahren hatten vermutlich günstige Witterungsverhältnisse kurzfristig für gute Herbstbesätze und damit höhere Jagdstrecken geführt. Dieses Aufflackern der Besätze war nur von kurzer Dauer. Seit Mitte der 1990er Jahre schwanken die Jagdstrecken auf niedrigem Niveau zwischen 3000 und 4700 erlegten Hühnern mit einem wiederum deutlichen Abwärtstrend in den letzten drei Jahren. Im Herbst 2008 wurden nur noch 2212 Rebhühner erlegt und 393 Hühner als Fallwild gemeldet.
Literaturverzeichnis zur Bestandesschätzung des Rebhuhns
TILLMANN, J.E., KLEIN A., FISCHER M., STRAUß E., OLTMANNS B. (2007):
Zur Situation des Rebhuhns in Niedersachsen
Empfehlungen zu Schutz und Bejagung. In : Wild und Jagd, Landesjagdbericht 2006, Hrsg: Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, S 92 - 99
Auch wenn die Jagd deutschlandweit nachweislich nicht zu den
Bestandeszusammenbrüchen des Rebhuhns beigetragen hat, warnt Dr.
Strauß:
'Die Bejagung muss zwingend eingeschränkt werden und darf nur dort erfolgen, wo noch ausreichend hohe Besätze vorkommen und gute Zuwachsraten eine nachhaltige Bejagung erlauben.'
Informationen zum Wildtier-Informationssystem und den aktuellen Bericht finden Sie auf der Web-Seite der Tierärtzlichen Hochschule Hannover unter :
www.tiho-hannover.de/einricht/wildtier/wild.htm
'Die Bejagung muss zwingend eingeschränkt werden und darf nur dort erfolgen, wo noch ausreichend hohe Besätze vorkommen und gute Zuwachsraten eine nachhaltige Bejagung erlauben.'
Informationen zum Wildtier-Informationssystem und den aktuellen Bericht finden Sie auf der Web-Seite der Tierärtzlichen Hochschule Hannover unter :
www.tiho-hannover.de/einricht/wildtier/wild.htm
Kommentare
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Kommentare
16. Februar 2010 um 20:13 Uhr | von he_vo
Rebhühner im Aufschwung!
Trotz des langanhaltenden Winters mit sehr viel Schnee konnte sich in Hollen (Kreis Leer)ein Volk Rebhühner (15 Hühner), und in Moormerland (Kreis Leer)2 Völker mit jeweils 5 Hühner, halten.
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