08.01.2016 | Jagd- und Artenschutzbericht 2015

Gewinner und Verlierer

Bereits seit 19 Jahren stellt Schleswig-Holstein jährlich Daten rund um die Themen Jagd, Natur- und Artenschutz vor. Erfolge können verbucht werden, andere Arten bleiben auf der Strecke.

Fischadler: Laut dem aktuellen Bericht gehört er zu den Gewinnern.
Der Bericht des Landes Schleswig-Holstein wird vom zuständigen Ministerium (MELUR) unter anderem zusammen mit dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein erarbeitet und vorgestellt. In einer Pressemitteilung macht die Jägerschaft deutlich, dass die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ein wesentlicher Bestandteil nationaler und internationaler Biodiversitätsstrategien und damit ein Grundbestandteil der Naturschutzpolitik ist. 'Unsere Jägerinnen und Jäger zählen unsere Wildbestände und entnehmen der Natur nicht mehr, als dort von selber nachwachsen kann', erläutert Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des LJV.
Leider gebe es im Niederwildbereich auch negative Entwicklungen wie zum Beispiel beim Wildkaninchen und regional bei den Fasanen.  'Hier muss der zuständige Minister mit gezielten Artenhilfsmaßnahmen bis hin zu Wiederansiedlungen die ehrenamtliche tätige Jägerschaft unterstützen', fordert Baasch. Alleinige Maßnahmen wie eine Bejagungseinschränkung seien kontraproduktiv.
Neben Erfolgen offenbare der Bericht auch politische Fehlentwicklungen. Der Artikel zum Rotwild und die Ausbreitung dieser Art würden sehr deutlich zeigen, dass Wildtiere keine Grenzen kennen. 'Die ministeriellen Vorgaben, wo Rotwild vorkommen darf und wo nicht, sind damit seit Jahren von der Realität überholt und gehören abgeschafft', appelliert Baasch an Minister Habeck.
Ebenfalls bedauerlich sei, dass einzelne Tierarten aus der Statistik herausgenommen wurden, so dass das Ministerium beispielsweise keine Angaben mehr zur Entwicklung bei den Rebhühnern machen könne. Auch zu anderen jagdbaren Wildtierarten, die ganzjährig geschont werden, sucht man nach verlässlichen Zahlen vergebens.
Darüber hinaus werden zahlreiche Artenschutzprojekte vorgestellt. Zu nennen sind hier Maßnahmen für den Rotmilan, die Seeadler und den Fischadler. Diese störungsempfindlichen Arten würden nun aber durch das geplante freie Betretungsrecht der Wildtierlebensräume erneut gefährdet. Mit der aktuell im Landtag diskutierten Novelle des Landessnaturschutzgesetzes soll diese Regelung eingeführt werden und damit bestünde die deutliche Gefahr der Verschlechterung der Lebensräume.
PM
 
 



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