05.07.2011

Ab sofort müssen Jagdhunde gechippt sein

Am 25. Mai hat der Niedersächsische Landtag das neue Hundegesetz verabschiedet. Auch auf uns Jäger haben die Neuregelungen Auswirkungen. Demnach muss künftig jeder Hundehalter Sachkunde in Theorie und Praxis im Umgang mit dem Vierbeiner nachweisen.

Das Auslesen des Chips erfolgt binnen Sekunden und verrät dem Tierarzt wichtige Details.
Seit dem 1. Juli 2011 müssen Hunde in Niedersachsen gechippt und haftpflichtversichert sein. Die Neuregelungen zur Sachkunde von Hundehaltern und zur Registrierung gechippter Hunde gelten erst ab dem 1. Juli 2013. 'Das neue Gesetz soll den Tierschutz stärken und dazu beitragen, Beißvorfälle in Zukunft zu vermeiden', gibt sich Landwirtschaftsminister Gert Lindemann optimistisch.  Während sich in Bezug auf die bisherigen Regelungen für gefährliche Hunde weitestgehend nichts geändert hat - hier bleiben die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig -, sind die überwiegenden Neuregelungen wegen des Sachzusammenhangs mit dem Ordnungsrecht und der Hundesteuer auf die gemeindliche Ebene verlagert worden. Zu den neuen Aufgaben der Gemeinden gehört insbesondere die Überwachung der Einhaltung der Pflicht zum Chippen, zur Haftpflichtversicherung und zur vorhandenen Sachkunde.
Der Minister geht davon aus, dass das Gros der Hunde in Niedersachsen bereits gechippt und haftpflichtversichert ist. 'Eine Haftpflichtversicherung ist für viele Hundehalter bereits jetzt selbstverständlich, auch das Chippen durch den Tierarzt ist gängige Praxis.' Sowohl beim Abschluss einer Versicherung als auch beim Chippen handele es sich also um langjährig erprobte Vorgehensweisen, die schnell und einfach umzusetzen seien. Vielen Kommunen sei allerdings noch unklar, wie die Bestimmungen gehandhabt werden sollen, sagte ein Sprecher des Städte- und Gemeindebundes (NSGB). So fehle ein landesweites Hunde-Zentralregister bisher noch und die Inhalte des 'Hundeführerscheins', der von 2013 an gefordert wird, seien ebenfalls noch nicht ausgearbeitet. 'Es sind eine ganze Menge Aufgaben und wir können natürlich kein neues Personal einstellen für ein neues Gesetz', beklagte der NSGB-Sprecher. Grundsätzlich seien die Bestimmungen jedoch zu begrüßen.
Auch der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hält das neue niedersächsische Hundegesetz für gelungen, da es 'von allen Bundesländern das sachlich vernünftigste und tierfreundlichste' sei. Für den Verband ist die Kontrolle der Knackpunkt. Entscheidend sei, dass die Ordnungsbehörden an problematische Besitzer herantreten, die häufig ihre Hunde weder angemeldet noch gechippt haben. Es sei jedoch zu bezweifeln, dass die Städte tatsächlich Kontrolleure losschicken. Nach Schätzungen gibt es in Niedersachsen 400 000 Hunde. Unter Züchtern sei es schon seit Jahren selbstverständlich, ihre Tiere chippen zu lassen, betonte der Dachverband. Bisher würden Hunde entweder in privat organisierten bundesweiten Registern oder in den Registern der Zuchtverbände erfasst. Europaweit ist der Hunde-Chip ebenfalls Pflicht, bis Ende 2011 sind parallel noch Tätowierungen zulässig. Mittlerweile hat auf Einladung des Landwirtschaftsministeriums ein Abstimmungsgespräch mit Vertretern der für das Gesetz zuständigen Gemeinden und Landkreise stattgefunden. Dabei ging es u. a. um die Frage, ob als Hilfestellung für die zuständigen Behörden ggf. noch notwendige Konkretisierungen und Hinweise zum Gesetz in Form von Durchführungsbestimmungen erarbeitet werden sollen.

Was kommt auf uns Jäger zu?

 
Rüdemänner, die mit dem Vierbeiner die Brauchbarkeitsprüfung bestehen gelten als sachkundig.
Bei Personen, die nachweislich innerhalb der letzten zehn Jahre über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ununterbrochen einen Hund gehalten oder betreut haben, wird die Sachkunde vorausgesetzt. Hier bedarf es keines Nachweises. Außerdem besitzt die erforderliche Sachkunde, wer Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde abnimmt oder eine solche Prüfung mit einem Hund erfolgreich abgelegt hat. Als Nachweis kann z.B. der Beleg über die Bezahlung der Hundesteuer dienen. Wenn aber ein solcher Hund auffällig wird, z. B. Beschwerden über ihn bei der Behörde eingehen, kann die Behörde den Erwerb der Sachkunde auch nachträglich vorschreiben. Jemand, der mindestens zwei Jahre lang einen Hund gehalten hat, gilt als für alle Hunderassen sachkundig, weil davon ausgegangen wird, dass ein unsachgemäß gehaltener Hund in diesen zwei Jahren auffällig geworden wäre. Eine Rassezugehörigkeit ist dabei nicht relevant, da die Ursache für Hundebissvorfälle weniger rasse- als vielmehr halterabhängig ist. Die Regelung dient im Übrigen auch der Erleichterung des Übergangs von der derzeit bestehenden auf die neue Rechtslage. Familienmitglieder des Hundehalters oder sonstige Personen, die den Hund ausführen oder betreuen, müssen nicht im Besitz eines 'Hundeführerscheins' sein. Die Verantwortung liegt - aufgrund der vorhandenen Sachkunde - beim Hundehalter, wenn er seinen Hund einer anderen Person anvertraut bzw. zum Führen überlässt. Er muss prüfen, ob er es verantworten kann, den Hund einer anderen Person zu überlassen. Es wäre z. B. nicht zu verantworten, einem fünfjährigen Kind einen Rottweiler, Schäferhund oder einen anderen großen Hund zum Spazierengehen zu überlassen, einfach weil ein Kind nicht über die Kraft verfügt, solch einen Vierbeiner zu halten. Es wird übrigens keinen einheitlichen 'Hundeführerschein' geben, denn ein speziell vorgeschriebenes Muster ist nicht vorgesehen. Als Hundeschule, die Sachkundeprüfungen abnehmen darf, wird anerkannt, wer über Kenntnisse in Bezug auf
  • das Halten und
  • die Sozialverträglichkeit von Hunden,
  • rassespezifische Eigenschaften,
  • das Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen mit Hunden,
  • das Erziehen und Ausbilden von Hunden und
  • die einschlägigen Rechtsvorschriften
verfügt sowie diese im Umgang mit Hunden anwenden und vermitteln kann. Es ist davon auszugehen, dass Interessierte entsprechende Anträge und Konzepte vorlegen werden. Auch Vereine können berechtigt werden, die Sachkundeprüfung abzunehmen. Die Sachkundeprüfungen können nämlich von jeder Person oder Stelle abgenommen werden, die der örtlich zuständige Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt zu diesem Zweck anerkannt hat. Bei Nachweis der erforderlichen Kenntnisse können die Anerkennung auch Vereinsmitglieder erhalten.

Chip und Haftpflichtversicherung

 
Der blaue Heimtierausweis muss mitgeführt werden, wenn Vierbeiner innerhalb der EU auf Reisen sind.
Der Chip wird in die linke Halsseite des Hundes eingebracht und verwächst sich dort. Dabei hat der Hund nicht mehr Schmerzen als z. B. bei einer Impfung, da der reiskorngroße Chip via Spritze vom Tierarzt eingesetzt wird.
Bei Hunden, die bereits gechippt worden sind, z. B. für die Ausstellung eines EU-Heimtierausweises, ist die Chip-Nummer zusammen mit den Angaben zum Halter und zum Hund an das noch einzurichtende zentrale Register zu melden. Die Chip-Nummer kann grundsätzlich behalten werden. Die Einrichtung des zentralen Registers wird noch eine Zeit dauern. Die Hundehalter werden darüber natürlich informiert, wann sie ihre Angabe dort einreichen müssen.
Die bisherige Hundemarke, mit der im Allgemeinen der Nachweis geführt wird, dass für den betreffenden Hund die Hundesteuer bezahlt wurde, bleibt bestehen. In vielen Städten und Gemeinden ist das Anbringen der Marke am Halsband des Hundes Pflicht. Der Chip kann daher die Hundemarke nicht ohne Weiteres ersetzen.
Außerdem wurde der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für alle über sechs Monate alten Hunde durch den Hundehalter verpflichtend eingeführt. Vor dem Abschluss solch einer Versicherung sollten Grünröcke prüfen, inwieweit jagdlich brauchbare Jagdhunde bzw. in Ausbildung über die Jagdhaftpflichtversicherung mit abgedeckt sind. Eine Kontrolle, z. B. durch die Vorlage des Versicherungsscheins, wird nur anlassbezogen erfolgen.
 
Durch das neue Hundegesetz kommen auf den Hundehalter folgende Kosten zu:
  • einmalig rund 50 Euro für das Chippen durch den Tierarzt,
  • 50 bis 150 Euro jährlich für den Abschluss der Haftpflichtversicherung
  • ca. 200 Euro für den Sachkundenachweis sowie
  • eine Gebühr in bislang noch nicht bekannter Höhe für die Meldung an das Register.
Zuständig für die Einhaltung der Vorschriften, die gefährliche Hunde betreffen, sind weiterhin die Landkreise und kreisfreien Städte. Im Übrigen liegt die Zuständigkeit bei den Gemeinden. Im ersten Zugriff oder in Amtshilfe können auch andere Behörden, z. B. die Polizei, zuständig sein. ML/DB/dpa


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Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

Weltmeisterschaft der Präparatoren

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Heimisch: Neben zahlreichen Exoten wurden auch Rehbcke und Schwarzwild ausgestellt. Foto: Bettina Diercks Diebischer Rotrock: Reineke hat sich einen Fasanenhenne gegriffen. Foto: Bettina Diercks Jury im Einsatz: Beim Bewerten wurde ganz genau hingesehen und jeder noch so kleine Fehler notiert. Foto: Bettina Diercks Besser gehts nicht: Robert Stein aus Berlin wurde mit seinem Kea nicht nur Weltmeister, sondern erhielt auch die Auszeichnung Best of Show. Foto: Bettina Diercks Dynamisch: Fr den Rehbock gibt es kein Entkommen. Foto: Bettina Diercks Klein und zerbrechlich: Mit diesem Nasenbr gewann Jan Panninger den Weltmeistertitel in der Kategorie Kleine Sugetiere. Foto: Bettina Diercks Steppenpavian: Mit ihm gewann der Ungar Laszlo Bago den Weltmeistertitel (Kleine-mittlere Kopfschultermontagen). Foto: Bettina Diercks Echter Hingucker: Schleiereule auf dem Dachboden einer Scheune. Foto: Bettina Diercks Weltmeisterlich: Die Spitzmauskarawane von Christian Blumenstein. Foto: Bettina Diercks Blick in die Salzburgarena: Hier trafen sich Spitzmaus, Falke und Gorilla. Foto: Bettina Diercks Auge in Auge: kritisch beugen Fruchttaube und Haselhahn die Bewertungsbgen. Foto: Bettina Diercks Gut getroffen: Isegrim greift einen Moschusochsen an. Foto: Bettina Diercks