07.09.2011

Sitze am Fließband

Absolut identische Drückjagdböcke in höheren Stückzahlen nahezu im Akkord zu bauen ist kein Problem. Wie das sogar (mit Ausnahme der Material-/Stangenbeschaffung) ohne Meterstab, ohne Wasserwaage und ohne größeren Zeitaufwand machbar ist, verraten zwei Praktiker.

Schablone zum Alleinbau von Drückjagdböcken
Die PIRSCH-Leser und Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe Karlstadt Anneliese Wankel, Herbert Bittner und Fred Böhnke sind bei der Durchführung von Bewegungsjagden in den von ihnen bejagten Revieren in hohem Maße für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheitsbestimmungen verantwortlich. Unter anderem stehen die Schützen daher nicht am Boden, sondern beziehen Drückjagdsitze. Diese mussten in großer Menge gebaut werden, um die Reviere damit ausreichend auszustatten.
 

Seitenteile werden ausgerichtet, Aufnageln der Statikhölzer und Sprossen.
Ein Haufen Arbeit stand bevor. Wie konnte diese kostengünstig, ohne viel Aufwand und mit wenig Arbeitskräften umgesetzt werden?  Nach einigen Überlegungen entschloss sich das Bauteam zur Herstellung zweier spiegelbildlich gleicher Schablonen. Diese dienen als Grundlage zum Erstellen der Seitenteile und von vier Abstandshaltern. Damit ist das Zusammenfügen und Fertigstellen beispielsweise von zehn oder mehr Drückjagdböcken durch zwei Personen in sehr kurzer Zeit möglich. Die Autoren haben mit diesem Verfahren bereits über 50 Drückjagdböcke erstellt. Die Schablonen haben wir bereits mehrfach an Jagdkameraden ausgeliehen - und diese waren begeistert. So stellen wir unser Bauverfahren gerne den PIRSCH-Lesern vor. Anneliese Wankel hat zudem eine ergänzende Schablone entwickelt, die den Bau eines Drückjagdbocks im Alleingang, also ohne Hilfe einer weiteren Person - auch für eine Jägerin - problemlos ermöglicht.
Drückjagdsitze
Holzbedarf
  • 4 Holme mind. 2,25 m
    (oder länger)
  • 3 Statikhölzer 2,00 m*
    (2 x für innen, 1 x für Rückseite)
  • 2 Statikhölzer für Seitenteile
    1,45 m**
  • 3 x Stangen Kranz unten 1,30 m**
  • 3 x Stangen Kranz Fußboden
    1,20 m**
  • 3 x Stangen Kranz Sitz 1,10 m**
  • 3 x Stangen Kranz
    Armauflage 1,30 m*
  • 3 x Sprossen 1,10 m**
  • 2 x Stangen Lehne 0,80 m*
  • 4 x Erdpflöcke 1,00 m (angespitzt) dazu Bretter (Länge 1,30 m) für Auftritt, Sitz und Lehne 
** beidseitig angeblattet
* einseitig angeblattet.
Material/ Werkzeug
  • Kanthölzer 6 x 8 x 225 cm
  • 8 Flacheisen (Lochplatten)
    mind. 13 x 5,5 cm
  • 16 Flacheisen (Lochplatten)
    mind. 20 x 4 cm
  • 8 Bauwinkel (Lochplatten)
    mind. 10 cm
  • Meterstab
  • Motorsäge
  • Handsäge
  • Akku-Schrauber
  • Bauwinkel 90 °
  • Beil
  • Hammer
  • Nägel
 
Seitenteile werden in Schablone eingestellt
Diese Schablone und die zu deren Bau erforderlichen Maße stellen wir Ihnen ergänzend zum Heftbeitrag (PIRSCH 17/2011, ab 7. September 2011 im Handel) vor. Sie haben Fragen zum Drückjagdsitz? Dann rufen Sie Herbert Bittner an! Telefon 0170-4900292. Im Alleinbau: Die Seitenteile (mit senkrechtem Holmen) stellen wir in die einem Wildgalgen ähnliche Schablone. An den Schrägholmen bitte die Abstandshalter einlegen. Im Bereich der Abstandshalter fügen wir bei Bedarf zwei Keile ein, damit die Holme die exakte Breite erhalten.
 
Jetzt kann der Drückjagdbock nach nebenstehender Bauanleitung erstellt werden. Noch ein Hinweis: Bei Fertigung dieser Alleinbau-Schablone bitte darauf achten, dass die Lochplattenwinkel (gleicher Abstand wie bei den Abstandshaltern, 1 m Außenwinkel) exakt bzw. senkrecht übereinander stehen. HB

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SCHNELL GEBAUT



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BILDERSERIEN

Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

Weltmeisterschaft der Präparatoren

Afrika pur: Alter Kaffernbffel mit Madenhacker. Foto: Bettina Diercks 
Heimisch: Neben zahlreichen Exoten wurden auch Rehbcke und Schwarzwild ausgestellt. Foto: Bettina Diercks Diebischer Rotrock: Reineke hat sich einen Fasanenhenne gegriffen. Foto: Bettina Diercks Jury im Einsatz: Beim Bewerten wurde ganz genau hingesehen und jeder noch so kleine Fehler notiert. Foto: Bettina Diercks Besser gehts nicht: Robert Stein aus Berlin wurde mit seinem Kea nicht nur Weltmeister, sondern erhielt auch die Auszeichnung Best of Show. Foto: Bettina Diercks Dynamisch: Fr den Rehbock gibt es kein Entkommen. Foto: Bettina Diercks Klein und zerbrechlich: Mit diesem Nasenbr gewann Jan Panninger den Weltmeistertitel in der Kategorie Kleine Sugetiere. Foto: Bettina Diercks Steppenpavian: Mit ihm gewann der Ungar Laszlo Bago den Weltmeistertitel (Kleine-mittlere Kopfschultermontagen). Foto: Bettina Diercks Echter Hingucker: Schleiereule auf dem Dachboden einer Scheune. Foto: Bettina Diercks Weltmeisterlich: Die Spitzmauskarawane von Christian Blumenstein. Foto: Bettina Diercks Blick in die Salzburgarena: Hier trafen sich Spitzmaus, Falke und Gorilla. Foto: Bettina Diercks Auge in Auge: kritisch beugen Fruchttaube und Haselhahn die Bewertungsbgen. Foto: Bettina Diercks Gut getroffen: Isegrim greift einen Moschusochsen an. Foto: Bettina Diercks