01.07.2010

Bundeswildschutzverordnung

Die Bundeswildschutzverordnung ergänzt das Bundesjagdgesetz in Bezug auf den Besitz, Erwerb, Handel und sonstiges Inverkehrbringen von Wild.

Welchen Vorschriften die Wildarten im Einzelnen betreffen, regeln die Anlagen 1 bis 5. Alle Wildarten, welche der Bundeswildschutzverordnung unterliegen, sind in folgender Übersicht mit den jeweils zutreffenden Anlagen aufgeführt:
 
Bundeswildschutzverordnung Anlage 1: Es ist verboten diese Tiere lebend oder tot, sowie Teile oder aus ihnen hergestellte Produkte und Erzeugnisse in Besitz zu nehmen, zu erwerben, zu be- und zu verarbeiten oder anderweitig zu verwenden. Mit diesen Tieren darf auch nicht gehandelt werden. Das Aneignungsrecht des Jagdausübungs-
berechtigten ist von diesem Verbot ausgenommen. Aber der Jagdausübungsberechtigte darf solch ein Tier, das er sich rechtmäßig angeeignet hat nur für sich selbst verwerten oder verschenken. Er darf es nicht verkaufen. Das gilt auch für Teile dieser Tiere also Wildbret, Trophäen, Präparate und ähnliches.

Bundeswildschutzverordnung Anlage 2:
Für die genannten Tiere besteht eine Ausnahmeregelung von den Vorschriften der Anlage 1. Der Jagdausübungs-
berechtigte darf sie verkaufen, auch gewerblich.
 
Bundeswildschutzverordnung Anlage 3: Für die genannten Tiere besteht eine Ausnahmeregelung von den Vorschriften der Anlage 1. Der Jagdausübungs-
berechtigte darf sie verkaufen, aber nicht gewerblich, d.h. Wildbrethändler, Präparatoren, oder Gastronomen dürfen diese Tiere nicht handeln.
 
Bundeswildschutzverordnung Anlage 4: Die Anlage 4 bezieht sich nur auf Greifvögel. Sie unterliegen dem Jagdrecht und den Naturschutzbestimmungen nach EG-Richtlinien, die gleichlautende Verbote wie Anlage 1 enthalten. Zusätzlich wird hier nach Bundeswildschutz-
verordnung die Haltung von Greifvögeln geregelt. Nur Inhaber von Falknereischeinen dürfen Greifvögel halten, die Anzahl der gehaltenen Greifvögel ist beschränkt und eine Kennzeichnung von gehaltenen und gezüchteten Vögeln ist vorgeschrieben. Zugänge und Abgänge sind meldepflichtig.
 
Bundeswildschutzverordnung Anlage 5: Wer die aufgeführten Tiere lebend oder tot in den Verkehr bringt, erwirbt oder verarbeitet, muss ein Aufnahme- und Auslieferungsbuch führen, das von den Behörden kontrolliert werden kann. Das gilt insbesondere für Präparatoren.
 

Ergänzung

 
Von den Vorschriften der Bundeswildschutzverordnung nicht betroffen ist Altbesitz, der vor dem 01.04.1986 rechtmäßig erworben wurde. (Z.B. Präparate und Trophäen) Die Vorschriften gelten auch nicht für in Gefangenschaft gezüchtete Fasane, Rebhühner, Stockenten und Wachteln. Der Jäger, insbesondere der Revierinhaber muss wissen, wie er mit Wild, das er sich angeeignet hat, weiter verfahren darf.
 
Für wildlebende Tiere, welche nicht dem Jagdrecht unterliegen gilt das Naturschutzrecht. Das Naturschutzrecht unterscheidet zwischen 1. Tieren ohne besonderen Schutz, die sich jedermann aneignen darf (Bisam, Erdmaus, Feldmaus, Hausmaus, Rötelmaus, Schermaus, Wanderratte, Nutria, Marderhund, Waschbär). und 2. Tiere, die unter besonderem Schutz stehen, die sich niemand aneignen darf. Also auch keine Teile von diesen Tieren, z.B. Skelett, Fell, Federn, Eier, usw.)
 
Die Bundesartenschutzverordnung bestimmt, welche Arten (Pflanzen und Tiere) unter den besonderen Schutz des Bundes-Naturschutzgesetzes fallen. Dabei sind die Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und der EWG-VO Nr. 3626/82 berücksichtigt.
 Fischotter, Wildkatze, Luchs, Großtrappe, Knäkente, Moorente und sämtliche Greifvögel unterliegen zwar dem Jagdrecht, für diese Tier gelten aber zugleich strenge naturschutzrechtliche Vorschriften nach EWG-Verordnung und müssen deshalb nicht mehr in der Bundesartenschutzverordnung aufgeführt sein.
 
Zu beachten ist, das grundsätzlich alle Vogelarten (die nicht dem Jagdrecht unterliegen) den besonderen Schutzstatus genießen. Auch Rabenkrähe und Eichelhäher. Mit Aufnahme von Rabenvogelarten in den Anhang II/2 - Jagdbare Arten - in der Vogelrichtlinie 79/409/EWG wurde eine rechtliche Grundlage geschaffen, diese dem Jagdrecht zu unterstellen.
 
Ausnahmen vom Aneignungsrecht gelten für Lehr- und Forschungszwecke. Die Erlaubnis erteilt die Naturschutzbehörde. Darüber hinaus ist es zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen und gesund zu pflegen, soweit jagdrechtliche Bestimmungen diesem nicht entgegenstehen. HW
 


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BILDERSERIEN

Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

Weltmeisterschaft der Präparatoren

Afrika pur: Alter Kaffernbffel mit Madenhacker. Foto: Bettina Diercks 
Heimisch: Neben zahlreichen Exoten wurden auch Rehbcke und Schwarzwild ausgestellt. Foto: Bettina Diercks Diebischer Rotrock: Reineke hat sich einen Fasanenhenne gegriffen. Foto: Bettina Diercks Jury im Einsatz: Beim Bewerten wurde ganz genau hingesehen und jeder noch so kleine Fehler notiert. Foto: Bettina Diercks Besser gehts nicht: Robert Stein aus Berlin wurde mit seinem Kea nicht nur Weltmeister, sondern erhielt auch die Auszeichnung Best of Show. Foto: Bettina Diercks Dynamisch: Fr den Rehbock gibt es kein Entkommen. Foto: Bettina Diercks Klein und zerbrechlich: Mit diesem Nasenbr gewann Jan Panninger den Weltmeistertitel in der Kategorie Kleine Sugetiere. Foto: Bettina Diercks Steppenpavian: Mit ihm gewann der Ungar Laszlo Bago den Weltmeistertitel (Kleine-mittlere Kopfschultermontagen). Foto: Bettina Diercks Echter Hingucker: Schleiereule auf dem Dachboden einer Scheune. Foto: Bettina Diercks Weltmeisterlich: Die Spitzmauskarawane von Christian Blumenstein. Foto: Bettina Diercks Blick in die Salzburgarena: Hier trafen sich Spitzmaus, Falke und Gorilla. Foto: Bettina Diercks Auge in Auge: kritisch beugen Fruchttaube und Haselhahn die Bewertungsbgen. Foto: Bettina Diercks Gut getroffen: Isegrim greift einen Moschusochsen an. Foto: Bettina Diercks