26.01.2016 | Grundsatzurteil erwartet:

Biberschäden vor Gericht

Die Wiederansiedlung der Großnager ist seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. Jedoch nicht für alle: Ein Landwirt fordert vom Freistaat Bayern Schadensersatz...

Biber verursachen teils erhebliche Fraßschäden (Symbolbild).
Ärger verursachen Biber nicht nur an der Sur im Kreis Berchtesgadener Land (Oberbayern). Doch dort scheinen die Schäden für einen Landwirt ein untragbares Ausmaß angenommen zu haben. Weil die Tiere seine Bäume annagten, klagt er gegen den Freistaat Bayern. Allein im Jahr 2011 seien 19 Tannen und eine Fichte beschädigt worden, weshalb er eine Entschädigung von 5.200 Euro forderte, zitiert die 'bayernwelle' den Kläger. Das zuständige Landratsamt bot ihm jedoch lediglich 78 Euro an. Am vergangenen Mittwoch wurde der Fall beim Landgericht München verhandelt. 'Der Verkündungstermin ist am 2. März ', sagte Gerichtssprecherin Dr. Stefanie Ruhwinkel im Gespräch mit der Redaktion. Ob dann ein Urteil bekannt gegeben werde, sei jedoch abzuwarten.
Für das Jahr 2011 standen bayernweit 350.000 Euro für Ausgleichszahlungen zur Verfügung. Hiervon erhielt das Landratsamt Berchtesgadener Land laut eigener Auskunft 2.500 Euro. Offensichtlich ist diese Summe deutlich zu gering, denn seit Jahren könnten beantragte Schäden nur zu 75 Prozent ausgeglichen werden.
MH




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