18.11.2016 | Dem Virus erlegen

Aujeszky im Odenwaldkreis

Am vergangenen Wochenende trat ein etwa zweijähriger Deutscher Wachtelhund seine letzte Reise in die ewigen Jagdgründe an. Er hatte sich bei einer Drückjagd mit der Pseudowut infiziert.

Im praktischen Jagdbetrieb lässt sich der Kontakt von Hund und Sau nicht vermeiden (Symbolbild).
Vermutlich kam der Hund bei einer Drückjagd im Beerfelder Land (Hessen) mit dem Herpesvirus in Kontakt. Ein vor ihm gestrecktes Stück Schwarzwild gilt als Zwischenwirt. In den darauf folgenden Tagen soll der Rüde ein für die Krankheit typisches, qualvolles Martyrium durchlaufen haben. Um die Zeit bis zur abschließenden Diagnose für den Vierbeiner erträglich zu machen, wurde er, nach Angaben des Züchters, vom Tierarzt in ein künstliches Koma versetzt. Wenige Tage später verstarb er in der Tierklink.
In einem emotionalen Facebook-Beitrag wendet sich der Züchter Hans-Martin Lechler an den Besitzer des Jagdhundes und an andere Hundeführer. Er schreibt: 'Die Bestimmung unserer Hunde, deren Lebensaufgabe und Lebensinhalt und deren Glück besteht in der Jagd. Und wenn wir ihnen das nehmen oder auch nur einschränken, nehmen wir ihnen damit auch sehr viel Lebensqualität'. Außerdem richtet Lechler Worte des Trosts und der Anerkennenung, für den vorbildlichen Umgang mit dem Jagdbegleiter bis zu seinem Tod, an den jungen Führer.
Damit dem eigenen Vierbeiner nicht ein ähnliches Schicksal wiederfährt sollten Hunde dem Streckenplatz fernbleiben und kein rohes Schweinefleisch zu Fressen bekommen. Die Hegegemeinschaft Michelstadt rät desweiteren dazu, Kleidung und Schuhe, die mit Schweiß oder Schwarzwild in Kontakt kamen nicht zu den Jagdbegleitern ins Auto zu legen und daheim alles gründlich zu reinigen.
RW
 



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Bilder von der Hirsch-Rettung

Drahtgeflecht fhrte dazu, dass sich die Kontrahenten verkmpften. Foto: Loitfellner Vorsichtig nherte sich der erfahrene Jger den Tieren. Foto: Loitfellner Der Grnrock kannte die Geweihten durch die sechs monatige Winterftterung. Foto: Loitfellner Glcklicherweise beruhigte sich der noch lebende Hirsch... Foto: Loitfellner ... als der Waidmann auf ihn einredete und an den Stangen fasste. Foto: Loitfellner Wieder frei wechselt das Stck in seinen Einstand zurck. Foto: Loitfellner Dem anderen war durch die Befreiungsversuche wohl das Rckgrat gebrochen. Foto: Loitfellner

1. uJ-Keiler-Cup

Andreas Telm (l.) und Frank Luck bei der Ansprache. Foto: FS Sehenswert: Pokal des 1. uJ-Keiler-Cup. Foto: FS Die Hauptpreise: Zeiss Victory V8 1,1-8x30, Mercury Bchse und Steiner MRS sponsored by Frankonia, Zeiss Fieldshooting Event 2017 in Ulfborg und ein individuell gravierters Puma-Messer Saubart. Foto: FS In der 25-Meter-Duelhalle mussten die Schtzen ihr Knnen mit dem FLG unter Beweis stellen. Foto: FS Zwischen den Disziplinen war Zeit, um sich auszutauschen. Foto: FS Zufriedene Teilnehmer des 1. uJ-Keiler-Cup. Foto: FS Konzentriert lauschen dieses beiden Schtzen der Ansprache. Foto: FS Einer der drei mit hochwertigen Preisen bestckten Tische. Foto: FS Die Blaser R8 Professional Success mit Schalldmpfer weckte das Interesse der Schtzen. Foto: FS Mithilfe der uJ-Organscheibe wurden auf der 100-Meter-Bahn die Treffer ausgewertet. Foto: FS Gemtliches Puschen zwischen den Disziplinen. Foto: FS Frankonia und Steiner traten nicht nur als Sponsoren auf, sie prsentierten den Teilnehmern vor Ort Produkte. Foto: FS

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