28.12.2010

Fotofalle: Erstes Bild vom "Bayern-Wolf"?

Jäger Herbert Gartner traute seinen Augen kaum, als er die Bilder seiner Wildkamera auswertete: Was da mitten in der Nacht an einer Wildfütterung nahe Thiersee (Tirol) fotografiert wurde, war weder Reh noch Hase, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach ein Wolf! Wohl jener Wolf, der seit über einem Jahr durch den dortigen Bergwald streift. Das erste Bild eines Wolfes im bayerisch-tirolerischen Grenzgebiet seit Jahrzehnten.

Isegrim am Futterstock: Ein Jäger ist sich sicher, den 'Nordalpenwolf' mit der Fotofalle 'erwischt' zu haben.
Zusammen mit den Bären und Luchsen wurden die Wölfe in Bayern Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Seither ist in Oberbayern 150 Jahre lang kein Exemplar mehr gesichtet worden. Das änderte sich im Dezember 2009 schlagartig, als gerissene Rotwildkadaver bei Bad Feilnbach, Kiefersfelden und Bayrischzell gefunden wurden und DNA-Tests bewiesen: Die Bisswunden stammen von einem Wolf. Seit über einem Jahr ist der Wolf nun schon im Gebiet von Wendelstein und Rotwand unterwegs. Er stellt Rotwild nach und reißt Schafe - mal in Tirol, mal auf bayerischem Gebiet. Die toten Tiere waren bislang die einzigen 'Dokumente' für die Anwesenheit des Wolfes. Jetzt gibt es auch die ersten Fotos, die der Tiroler Jäger Herbert Gartner dem 'Oberbayerischen Volksblatt' zur Erstveröffentlichung überlassen hat.
Die Aufnahmen stammen bereits vom 15. November, bemerkt hat Gartner die 'Sensationsfotos' aber erst jetzt. Grund: Er war auf Urlaubsreise. Erst als er wieder zurückkam, sah er sich die Bilder an. Laut Kameradisplay trottete Isegrim genau um um 2.51 Uhr früh ins Bild. Turbulenter wäre es wohl geworden, wenn er ein paar Stunden früher dran gewesen wäre. Kurz vor Mitternacht fotografierte die Infrarotkamera nämlich einen Hirsch exakt an der gleichen Stelle. Die Aufnahmen hat Gartner schon mehreren Jägerkameraden gezeigt. Einhellige Meinung: 'Das ist der Wolf.' Den genauen Standort von Kamera und Fütterung will er nicht verraten. Nur so viel: 'Die Fotos wurden im Bereich Thiersee/ Brandenberg gemacht, etwa vier Kilometer südlich der Landesgrenze zu Bayern.' Ganz in der Nähe hat der Wolf nach Angaben Gartners erst vor zwei Wochen erneut ein Stück Rotwild gerissen - schon das vierte im Bereich Thiersee.

Stolze Rissbilanz im "Wolf-Erwartungsland" Bayern

Diese ausgewachsene Stück Rotwild wurde im September 2010 am Ortsrand von Bayrischzell gerissen.
Auf bayerischer Seite bezifferte Albert Göttle, Chef des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, die Zahl der gerissene oder verletzten Tiere auf 19 Schafe sowie neun Stück Rotwild und ein Reh. Die Angriffe ereigneten sich im Gemeindebereich von Brannenburg, Bad Feilnbach, Bayrischzell, Aschau und Oberaudorf. Laut DNA-Auswertung gehen sie auf das Konto eines Rüden - also eines männlichen Wolfes - der nachgewiesenermaßen aus Italien stammt und über Graubünden in unsere Region zuwanderte. Vermutlich ist das Tier drei Jahre alt.
Das würde zu den Fotos der Wildkamera passen: 'Auf einem Bild hebt er einen Haxn, da sieht man, dass es ein Rüde ist', gibt es für Gartner keinen Zweifel: ,Der Wolf auf den Fotos ist der 'Italiener'.
Jäger und Almbauern haben in Vergangenheit schon oft vor den Problemen gewarnt, die eine dauerhafte Präsenz des Wolfes mit sich bringt. Sie stellen die Frage, ob der Bergwald zwischen Tirol und Bayern dafür nicht zu dicht besiedelt ist. Dass das erste Bild des Wolfes ausgerechnet an einer Wildfütterung entstand, dürfte ihre Bedenken erhärten. Schließlich befürchten sie, das vom Wolf aufgeschreckte Rotwild könne große Schälschäden in den Wäldern anrichten.
Laut Martin Janovsky, Tierschutzbeauftragter des Landes Tirol, sind dort seit September 2009 vier genetisch bestätigte Wolfsrisse registriert worden, die auf das Konto von zwei Wölfen gehen: Neben dem 'Italiener', der am liebsten zwischen Thiersee und Bad Feilnbach auf Beutejagd geht, gibt es im Bezirk Landeck noch eine Wölfin nordosteuropäischer Herkunft: 'Sie stammt aus Weißrussland, der Ukraine, Schweden oder Polen, aber definitiv nicht aus Kroatien oder Italien', erklärte Janovsky dem 'Oberbayerischen Volksblatt'. An dem Gerücht, das Tier sei nicht zugewandert, sondern ausgesetzt worden, ist in den Augen Janovskys nichts dran: 'Wölfe haben einen großen Aktionsradius, legen am Tag bis zu 100 Kilometer zurück.'
'Bayern ist Wolf-Erwartungsland', meint daher auch Albert Göttle. Möglicherweise geht es nun schneller, als die Experten vermuten. Schließlich sind es von Landeck bis Thiersee nur etwas mehr als 100 Kilometer (Luftlinie). Sollten sich die Wege der beiden Wölfe irgendwann einmal kreuzen, hoffen die heimischen Jäger und Almbauern, dass der 'Thiersee-Italiener' dann zu ihr nach Landeck zieht - und nicht sie zu ihm. Ludwig Simeth



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Impressionen vom 17. 'uJ-Schießen' 2012

Bei der Mauser-Disziplin galt es, auf 200 Meter die Gams zu treffen. Sowohl die gestellten Mauser-M03-Extreme, als auch die RWS-Munition lieen bezglich der Przision keine Wnsche offen. Foto: MC Vorbildlich: Mauser-Chef Thorsten Mann war den ganzen Tag an der 200-Meter-Bahn und fungierte als Ansprechpartner und Helfer. Foto: MC Sitzend aufgelegt: Przision und ruhiges Abziehen waren gefordert. Wer das zusammenbrachte traf auch auf 200 Meter in die Zehn. Foto: MC Angestrichen, galt es die uJ-Bockscheibe auf 100 Meter zu perforieren. Foto: MC Mit Schablone wurden die Treffer bei der uJ-Bockscheibe aufgenommen. Foto: MC Stets aufmerksam und hilfsbereit waren die Aufsichten. Insgesamt waren ber 20 Helfer im Einsatz - vielen Dank! Foto: MC Laufender Keiler - Klassiker beim uJ-Schieen. Foto: MC Die Anzeige beim laufenden Keiler verriet ganz genau, wer noch mehr ben sollte. Foto: MC Die Mndung schlgt hoch, die Hlse fliegt. Bei der 50-Meter-Disziplin mit Flintenlaufgeschoss (FLG) kamen auch erfahrene Jger an ihre Grenzen. Foto: MC Auch mit guten Willen lagen bei der FLG-Disziplin manche Treffer einfach nicht in den Punkten. Foto: MC Ruhe: Dieser Hepp und schon startet die Taube. Foto: MC Rauchend verlassen die Zinkschrote den Lauf und jagen der Tontaube hinterher. Foto: MC So soll es sein: Splitterregen am Himmel oder auch Treffer versenkt.  Foto: MC Gut gelaunt spaziert diese Rotte zur nchsten Disziplin. Foto: MC Die Hlse fliegt, der Keiler kommt, schnelles Repetieren: Drei Schuss mussten dem annehmenden Keiler angetragen werden. Foto: MC Beim annehmenden Keiler trafen viele Schtzen ins Leben. Foto: MC Stumme Gste: Diese beiden Wachtel blieben ruhig, trotz der vielen lockenden Schussgerusche. Foto: MC Am Stand von Mauser lie es sich prima fachsimpeln, und jeder konnte sich ber die neuesten Produkte informieren. Foto: MC Das Schieen aus der Bewegung bei der Flinten-Disziplin Durchgehschtze verlangte den Teilnehmern alles ab. Im Bild Hans-Jrg Faden, der alle zehn Tauben abrumte. Foto: MC Gut gelaunt schauten diese Teilnehmer den Mitstreitern zu. Foto: MC Jagderleben-TV filmte den ganzen Tag beim 17. unsere Jagd-Schieen. Foto: MC Fleiige Biene: Susanne Hammer kontrollierte alle Laufzettel. Foto: MC Konzentriert: Renate Effenberger hatte die Auswertung im Griff. Dafr ein herzliches Dankeschn. Foto: MC Neugier: Sobald die vielen Preise ausgelegt waren, inspizierten die Teilnehmer die Tische. Foto: MC Beste Schtzin: Nadine Weers (Mitte) aus Schleswig-Holstein war beste Schtzinn und gewann ein Jagdwochende im Landesforst Brandenburg. Es gratulierten Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann (l.) und Michael Cosack. Foto: Georg Baumann Siegerlcheln: Schieleiter Hans-Jrgen Beckmann, Cord Beckmann (2. Platz), Markus Tger (1. Platz), Fabio Knust (3. Platz) und Chefredakteur Michael Cosack (v. l.). Beckmann whlte als Preis die Gamsjagd (Adler Tours), Sieger Tger einen Damwildabschuss (Landesforsbetrieb Brandenburg) und Knust das Minox-Zielfernrohr. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und wnscht Weidmannsheil! Foto: Georg Baumann Beste Mannschaft: Diese drei Nordlichter gewannen die Mannschaftswertung. Hans-Jrg Faden, Hans-Heinrich Mordhorst und Andreas Jordt (v.l.) freuten sich ber ihre bungsmunition von Lapua. Da hatten auch Michael Cosack und Hans-Jrgen Beckmann (r.) gut lachen. Foto: MC Bjrn Behrends war der beste Schtze auf der 200-Meter-Bahn (Gamsscheibe). Er erhielt als Sonderpreis von Thorsten Mann (l.) ein Mauser-Messer . Da hatte auch Michael Cosack (r.) seinen Spa dran. Foto: Georg Baumann Hauptpreis: Henning Thiele (Mitte) aus Helmstedt gewann die Mauser M03 mit Zeiss Duralyt Zielfernrohr im Wert von 3695 Euro. Es freuten sich mit ihm: Thorsten Mann Geschftsfhrer Mauser (l.) und Michael Cosack (Chefredakteur unsere Jagd). Foto: Georg Baumann

Mauser und mehr

98er: Vom Mauser-Norris bis zum Gewehr 98. Foto: SYS Oberndorfer Steinschloss-Jagdwaffen. Foto: SYS Am Ende des I. Weltkriegs produzierte Mauser 13-mm-Anti-Tank-Bchsen. Foto: SYS Oberndorfer Oberndorf/N.: Klosterkirche - 1938 bis 1945 Mauser-Museum. Foto: SYS Augustinerkloster Oberndorf/N.: Ab 1811 Kniglich Wrttembergische Waffenfabrik. Foto: SYS Gewehr M71/84 als Pirschbchse. Foto: SYS Drei Jagdrepetierer, 1912 bis 1914: Mauser-Modell B. Foto: SYS Mauser-Taschenpistole 1914. Foto: SYS Mauser-Modellvielfalt schon damals: Fr Jger und Sportschtzen. Foto: SYS Mauser: Militrische Exportmodelle vor 1945. Foto: SYS Klosterkirche (skularisiert): Infotafeln erinnern ans Mauser-Museum. Foto: SYS Gemlde (oben) Gewehrfabrik im Kloster und Steinschlossgewehre aus Oberndorf. Foto: SYS Ehrenamtlicher Museumsfhrer: Bchsenmachermeister i.R. Georg Egeler. Foto: SYS Schautafel: Mauser-Entwicklungsschritte.  Foto: SYS Zum Dr. Ing. ernannt: Paul Mauser. Foto: SYS Grnder ihres Waffenimperiums: Wilhelm Mauser und Paul v. Mauser. Foto: SYS

Weltmeisterschaft der Präparatoren

Afrika pur: Alter Kaffernbffel mit Madenhacker. Foto: Bettina Diercks 
Heimisch: Neben zahlreichen Exoten wurden auch Rehbcke und Schwarzwild ausgestellt. Foto: Bettina Diercks Diebischer Rotrock: Reineke hat sich einen Fasanenhenne gegriffen. Foto: Bettina Diercks Jury im Einsatz: Beim Bewerten wurde ganz genau hingesehen und jeder noch so kleine Fehler notiert. Foto: Bettina Diercks Besser gehts nicht: Robert Stein aus Berlin wurde mit seinem Kea nicht nur Weltmeister, sondern erhielt auch die Auszeichnung Best of Show. Foto: Bettina Diercks Dynamisch: Fr den Rehbock gibt es kein Entkommen. Foto: Bettina Diercks Klein und zerbrechlich: Mit diesem Nasenbr gewann Jan Panninger den Weltmeistertitel in der Kategorie Kleine Sugetiere. Foto: Bettina Diercks Steppenpavian: Mit ihm gewann der Ungar Laszlo Bago den Weltmeistertitel (Kleine-mittlere Kopfschultermontagen). Foto: Bettina Diercks Echter Hingucker: Schleiereule auf dem Dachboden einer Scheune. Foto: Bettina Diercks Weltmeisterlich: Die Spitzmauskarawane von Christian Blumenstein. Foto: Bettina Diercks Blick in die Salzburgarena: Hier trafen sich Spitzmaus, Falke und Gorilla. Foto: Bettina Diercks Auge in Auge: kritisch beugen Fruchttaube und Haselhahn die Bewertungsbgen. Foto: Bettina Diercks Gut getroffen: Isegrim greift einen Moschusochsen an. Foto: Bettina Diercks